01.10.2018 - 13:21 Uhr
AuerbachOberpfalz

Reform-Pläne stoßen auf Skepsis

Seit 200 Jahren besteht das Dekanat Auerbach. Die Jubiläumsstimmung bleibt allerdings nicht ungetrübt. Dafür sorgt die Stabsstelle, die sich mit der Neugestaltung des Erzbistums Bamberg befasst.

In der zweiten Sitzung des Dekanatsrats nach den Pfarrgemeinderatswahlen im Frühjahr stand ein Beschlussvorschlag auf der Tagesordnung. Er sieht einen Zusammenschluss von Pottenstein und Hohenmirsberg, die bisher zum Dekanat Auerbach gehören, mit Hollfeld vor. Der Dekanatsrat wandte sich geschlossen gegen diese Trennung und teilte dies Erzbischof Ludwig Schick in einem Schreiben mit.

Seit etwa einem Jahr befassen sich die Projektgruppen der Seelsorgebereiche Auerbach, Pegnitz und Pottenstein mit der Neuordnung innerhalb des Dekanats. Hintergrund ist der Mangel an Priestern. Deshalb sollen neue, größere Seelsorgebereiche mit mindestens 12 000 Gläubigen gebildet werden. Das Dekanat Auerbach zählt derzeit etwa 20 000 Christen. Deshalb müsse es durch umliegende Pfarreien oder Filialkirchen auf mindestens 24 000 Katholiken verstärkt werden, um zwei Seelsorgebereiche bilden zu können.

Die Pfarrversammlung in Neuhaus/Pegnitz votierte schon vor einiger Zeit für einen Wechsel ins Dekanat Auerbach und einen Anschluss an den Seelsorgebereich Auerbach. Auch Im Seelsorgebereich Auerbach bildete sich eine deutliche Befürwortung für einen Zusammenschluss mit Neuhaus und Hartenstein.

Das Projektteam des Seelsorgebereichs Pottenstein mit seinen Pfarreien Elbersberg, Hohenmirsberg, Kirchenbirkig und Pottenstein sprach sich Anfang August gegen die Pläne der Stabstelle aus. Die Strukturreform des Erzbistums solle sich doch an den gewachsenen Lebensräumen orientieren, wurde appelliert. Hier bestünden enge schulische, berufliche, kulturelle und pastorale Verbindungen nach Pegnitz und Auerbach. Dagegen bestünden keine Verbindungen nach Hollfeld.

Im Dekanatsrat gab es einige Kritik am mangelhaften Informationsfluss vonseiten der Stabstelle. Hans Hümmer und Franz Eller mahnten zur Besonnenheit: "Wir sollten nicht noch einmal von vorne anfangen, auch nicht mit Schlammschlachten". Eller zeigte sich guter Hoffnung, dass der Entscheidungsprozess noch nicht abgeschlossen sei.

Die Vorsitzende Sonja Schwemmer forderte schließlich zum Zusammenhalt auf. Hartmut Schina, zuständiger Regionalreferent für die Dekanate Auerbach, Bayreuth, Hof und Kulmbach, unterstützte nach ihrer Kenntnis die Haltung Pottensteins und des Dekanatsrats. Er befürworte ebenfalls die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit.

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