23.09.2020 - 18:54 Uhr
AuerbachOberpfalz

Uwe Ditz erklärt Rückzug aus dem Stadtrat Auerbach

Mit 2991 Stimmen fuhr Uwe Ditz bei der Stadtratswahl am 15. März das beste Ergebnis auf der Liste der CSU in Auerbach ein. Ein halbes Jahr später legt er sein Mandat jetzt nieder.

Berufliche Gründe nennt Uwe Ditz für seinen Rückzug aus dem Auerbacher Stadtrat.
von Günther Wedel Kontakt Profil

Über das Ausscheiden von Uwe Ditz aus dem Stadtrat informierte Klaus Riede, Geschäftsführer des CSU-Ortsverbands Auerbach, am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Ditz habe Bürgermeister Joachim Neuß am Dienstag telefonisch über diesen Schritt unterrichtet und anschließend eine schriftliche Erklärung abgegeben.

Als Grund führt Ditz eine gestiegene Arbeitsbelastung an, die durch die Übernahme neuer Aufgabengebiete in den kommenden Wochen kontinuierlich weiter zunehmen werde. „Ein so wichtiges Ehrenamt wie das des Stadtrats braucht gewisse zeitliche Freiräume, die ich in absehbarer Zeit nicht habe. Die Entscheidung habe ich mir gut überlegt; sie fällt mir schwer. Ich bedanke mich bei den Wähler/innen, dass sie mir zweimal ihre Unterstützung gegeben haben“, wird Uwe Ditz in der Pressemitteilung zitiert. Ortsvorsitzender Bernhard Hinteregger und die CSU-Fraktion hätten diesen Entschluss bedauert, heißt es dort weiter: „Seine sachliche Art und die durchdachten Beiträge waren immer eine Bereicherung. Sein Einsatz als Bürgermeisterkandidat in zwei Wahlkämpfen war bemerkenswert.“

Als Ratgeber werde Ditz dem CSU-Ortsverband auch künftig zur Verfügung stehen. Einer der fünf Sitze der Christsozialen im Auerbacher Stadtrat ist jetzt frei. Erster Anwärter für die Neubesetzung ist Siegfried Neukam, der bei der Kommunalwahl den sechsten Platz auf der CSU-Liste erreicht hat.

Ob Neukam das Mandat annimmt, ist laut Riede noch nicht offiziell abgeklärt. Sollte der Zogenreuther in das Gremium einziehen, würde das eine interessante Frage aufwerfen: Erst vor wenigen Wochen war mit Mirko Nittmann (JFW) ein Ortssprecher für Degelsdorf und Zogenreuth gewählt worden. Ein Ortssprecher im Stadtrat steht ehemals selbstständigen Ortsteilen aber nur zu, wenn sie nicht durch einen regulären Stadtrat vertreten werden. Würde mit dem Einzug von Neukam also Nittmann sein Amt verlieren? Hier kann die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Auskunft geben: Nittmann bleibt auf jeden Fall Ortssprecher. Die Bayerische Gemeindeordnung legt nämlich fest: "Die Amtszeit des Ortssprechers endet mit der Wahlzeit des Gemeinderats; sie endet nicht deshalb, weil der Gemeindeteil im Gemeinderat vertreten wird."

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