22.01.2019 - 11:36 Uhr
AuerbachOberpfalz

Wogen im Dekanat Auerbach glätten sich

Hohe Wellen haben im vergangenen Jahr die unterschiedlichen Entwürfe für die Zukunft des Dekanats Auerbach geschlagen. Das neue Jahr beginnt nun in ruhigeren Gewässern mit Informationen, die der Dekanatsrat gerne hört.

von Autor SCKProfil

Der Verbleib des Seelsorgebereichs Pottenstein fand in Bamberg Gehör ebenso wie der von den Pfarreien Neuhaus und Hartenstein beabsichtigte Anschluss an das Dekanat Auerbach.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Bartholomäuskirche in Pottenstein traten die Dekanatsräte im Pfarrzentrum zu ihrer ersten Sitzung 2019 zusammen. Für die neu hinzu kommenden Pfarreien Neuhaus und Hartenstein äußerte sich Pfarrer Jan Nikel positiv zur bevorstehenden Umstrukturierung: „Wir machen mit, sehen, was ist, und sind gut aufgehoben. Wir hoffen, euch gut zu ergänzen.“

So entsteht ein neuer Seelsorgebereich, der weit mehr als die geforderten 12 000 Katholiken umfasst. Das Dekanat zählt nun 22 133 Gläubige. Die erst im vergangenen Jahr gewählten und berufenen Dekanatsräte bleiben für die bis 2022 dauernde Amtsperiode im Amt. Das Pastoralteam ergibt sich aus dem Stellenschlüssel 8,87 und besteht aus hauptamtlichen Kräften seien es Priester, Diakone, Pastoral- oder Gemeindereferenten.

Die Vorsitzende Sonja Schwemmer sieht in der Strukturreform zunächst die Aufgabe, in den Gremien über den zukünftigen Verwaltungssitz zu beraten und einen Namen für die neu entstandene große Seelsorgeeinheit zu finden. Der Vorschlag soll dem Dekanatsrat bis in vier Wochen vorgelegt werden. Zum Votum über den Namen haben Gremien oder Verbände für je begonnene 1000 Gläubige eine Stimme. Dem vorgeschlagenen Namen ist die Bezeichnung „Katholischer Seelsorgebereich“ voranzusetzen.

Ebenso wird, wie Schwemmer erläuterte, beim Vorschlag für den Verwaltungssitz des Seelsorgebereichs vorgegangen. Dort hat dann der Verwaltungsleiter seinen Dienstsitz. Seine Aufgabe ist es, den leitenden Pfarrer zu entlasten. Über die Ergebnisse werde die Diözesanleitung im April entscheiden.

Dekan Markus Flasinski legt Wert darauf, dass die laufende Strukturreform „Erzbistum mitgestalten“ einen gemeinsamen Prozess darstellt. Es ist vorgesehen, das nun entstehende Konzept für den Seelsorgebereich und seinen Verwaltungssitz im September einzuführen.

Für die Caritasverband stellte sich die neue Geschäftsführerin Bozena Schiepert vor. Sie verwies auf die drei Sozialstationen mit 190 hauptamtlichen Mitarbeitern und vielen Ehrenamtlichen.

Impulse des Erzbischofs brachte der stellvertretende Vorsitzende Franz Eller vom Neujahrsempfang in Bamberg mit. Im Blick auf die Strukturreform sagte er: „Das Gerüst steht. Wir müssen es mit neuen Inhalten füllen. Es wird ein größerer Akt der Veränderung in jeder Gemeinde.“

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