08.06.2018 - 18:41 Uhr
Oberpfalz

Auslauf für Nelly

Tierheim-Hunde sind für jeden Auslauf besonders dankbar. Gut, dass es genügend freiwillige Gassigeher gibt. Zum bundesweiten "Tag des Hundes" am 9. und 10. Juni sprachen wir mit einer von ihnen.

Monika Gatzky geht regelmäßig mit Nelly spazieren.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

(shl) Nelly kann es kaum erwarten, ihre Runde im Wald zu drehen. Wenn Monika Gatzky sie abholt, dann wird sie meist schon von der Schäferhündin aufgeregt erwartet. Seit sieben Jahren führt die Weidenerin Tierheimhunde aus, Nelly kennt sie seit fünf Jahren. "Wir sind ein eingespieltes Team." Gatzky liebt Tiere, und Hunde besonders. Die Weidenerin hat zu Hause einen Chihuahua. Als sie in Rente ging, suchte Gatzky nach einer weiteren Beschäftigung und fragte im Tierheim nach. Dort ist man für jeden freiwilligen Helfer dankbar, auch wenn es zurzeit mehr Gassigeher gibt als Hunde, wie Betreuerin Claudia Wenzel bestätigt.

Als Hundebesitzerin bringt Monika Gatzky Erfahrung im Umgang mit den Tieren mit. Das seien schon mal gute Voraussetzungen, sagt Wenzel. "Aber auch Anfänger dürfen bei uns Hunde ausführen. Wir erläutern die Eigenheiten jeden Tieres und geben Regeln an die Hand. Außerdem schauen wir, dass der erste Hund ein braver ist." So gewappnet, macht sich an diesem Tag auch Elena Butügin auf den Weg. Die 20-Jährige hat ihren "Freiwilligen-Dienst" diese Woche gestartet. "Ich liebe Hunde, habe aber leider keinen eigenen. Ich freue mich total, dass es geklappt hat."

Nelly muss sich noch etwas gedulden. Sie trägt einen Maulkorb. "Das muss sein. Nelly mag keine anderen Hunde und ist Menschen gegenüber etwas scheu", erklärt Monika Gatzky. Zu ihr habe das Tier aber mittlerweile eine gute Beziehung aufgebaut. "Da muss man echt aufpassen, denn man entwickelt schnell eine Liebe zu dem Hund. Und es ist ja nicht meiner." Mit ein Grund, warum das Tierheim meist darauf achtet, dass die Gassigeher die Tiere durchwechseln. In der Regel kämen alle damit klar. "Man merkt sehr schnell, wenn die Chemie stimmt", lacht Wenzel. Bei Nelly und Monika Gatzky ist das so. "Die Schäferhündin konnte lange nicht vermittelt werden", sagt sie. "Sie tat mir leid. Erst vor Kurzem hat sie einen Paten gefunden."

Gassigeher müssen aus Versicherungsgründen Mitglieder des Tierschutzvereins Weiden sein, sagt Hundebetreuerin Wenzel. "Es besteht Leinenpflicht." Sie empfiehlt, den Kontakt zu anderen Hunden, zu Joggern oder zu Kindern zu vermeiden. "Sie können nicht wissen, wie das Tier reagiert", sagt Wenzel.

Nun will Nelly aber wirklich los. Für ihre Geduld gibt's ein Leckerli. Wo geht's denn heute hin? "Wir gehen rechtsrum Richtung Parkstein. Das ist besser, denn auf dem anderen Weg begegnen wir sonst Lady. Die beiden mögen sich nicht besonders", sagt die Weidenerin und macht sich mit Nelly auf den Weg.

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