15.04.2020 - 12:37 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Generalsanierung vor dem Abschluss

Wenn der Unterrichtsbetrieb und Vereinstermine wieder zulässig sind, finden Schüler und Sportler in Neualbenreuth optimale Bedingungen vor: Die Sanierung der Turnhalle steht kurz vor dem Abschluss.

So sieht das Innere der runderneuerten Schulturnhalle aus.
von Josef RosnerProfil

Die Marktgemeinde hat viel Geld in die Hand genommen, um das aus dem Jahr 1972 stammende Gebäude auf Vordermann zu bringen und barrierefrei zugänglich zu machen. Investiert wurden mehr als zwei Millionen Euro, wobei die Gemeinde hohe Zuschüsse in Anspruch nehmen konnte. "Wir haben mit optimaler Förderung gearbeitet, nur so war die Sanierung überhaupt möglich", betont Bürgermeister Klaus Meyer.

Schwingboden und LED-Licht

Die Schulturnhalle ist kaum wiederzuerkennen, sie erhielt neue Fenster, neue Prallwände, einen neuen Schwingboden und einen neuen Notausgang. Ebenfalls neu gestaltet wurden die Umkleideräume, die Waschbereiche mit Duschen und die Toilettenanlagen. Eingebaut wurden auch eine Heizstrahldecke und eine LED-Beleuchtungsanlage. Vor den Sanierungsarbeiten war die Schulturnhalle in den Rohbauzustand gebracht worden. Im Zuge der energetischen Sanierung erhält das Gebäude jetzt noch einen Vollwärmeschutz. Baubeginn war im März 2019, die Fertigstellung ist im Laufe der kommenden Wochen vorgesehen.

Auch Hausmeister Hans Riedl, er ist seit 23 Jahren in diesem Beruf tätig und für alle gemeindlichen Liegenschaften zuständig, freut sich, dass die Baumaßnahme in Kürze erfolgreich abgeschlossen werden kann. Freilich sind im Innenbereich noch Restarbeiten nötig, doch der Löwenanteil der Maßnahmen sei erledigt. Nach der Fertigstellung sehen die Planungen einen Tag der offenen Tür vor, in dessen Rahmen der kirchliche Segen erteilt werden soll. Wegen der Coronakrise ist ein solcher Termin noch nicht abzusehen, aber der Bürgermeister visiert den Sommer an.

Separater Eingang

Die Schulturnhalle wird auch von der Volkshochschule sowie den Vereinen der Marktgemeinde genutzt. Kursteilnehmer und Vereinssportler müssen künftig nicht mehr durch das ganze Schulgebäude laufen, für sie steht nun ein separater Eingang zur Verfügung. Auf dem Dach der Halle befindet sich übrigens schon seit zehn Jahren eine Photovoltaikanlage, die jedoch nicht für den Eigengebrauch genutzt wird. Der Strom wird ins Netz eingespeist.

Die Gesamtkosten für die Innensanierung belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Dafür erhält die Marktgemeinde 540 000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) und 440 000 Euro aus Finanzausgleichs-Mitteln. Dies entspricht einer Förderung von 65 Prozent. Die Fassadensanierung, die derzeit durchgeführt wird, kostet 520 000 Euro, an Zuschüssen fließen 447 000 Euro (Fördersatz von 86 Prozent). Für den Glasfaseranschluss der Schule muss der Markt fast 50 000 Euro bezahlen, wobei Zuschüsse von 44 472 Euro fließen (Fördersatz von fast 90 Prozent). Bürgermeister Klaus Meyer ist froh, schon rechtzeitig mit dem Sanierungsprojekt begonnen zu haben, denn solche Fördersätze dürften seiner Meinung nach in nächster Zeit kaum noch möglich sein.

Neu gestaltet wurden auch die Umkleidekabinen.
Neueste Technik kam auch in den Waschräumen zum Einsatz.
Im Zuge der energetischen Sanierung erhält das Turnhallengebäude noch einen Vollwärmeschutz.
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