28.06.2020 - 14:36 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Sibyllenbad startet noch im Juli neu

Noch sind die Becken im Sibyllenbad leer. Doch es naht Hoffnung: Am Montag, 27. Juli, soll es wieder losgehen mit dem Badebetrieb – eine Woche früher als ursprünglich geplant.

Landrat Roland Grillmeier, Werkleiter Gerhard Geiger und Bürgermeister Klaus Meyer (von links) waren sich einig über die Bedeutung des Sibyllenbads für den Tourismus im Landkreis.
von Externer BeitragProfil

Als frühester Termin einer Öffnung von Bade- und Wellnesslandschaft war zunächst der 2. August ins Auge gefasst worden. Das vorgezogene Datum erfuhr Roland Grillmeier bei einem Antrittsbesuch im Sibyllenbad. Bürgermeister Klaus Meyer und Werkleiter Gerhard Geiger informierten den neuen Landrat über die aktuelle Situation. „Als Bürgermeister der Stadt Mitterteich habe ich bereits die vergangenen 18 Jahre an der positiven Entwicklung des Bades mitgewirkt“, freute sich Grillmeier auf seine neue Rolle als stellvertretender Zweckverbandsvorsitzender. Dieses Amt hat laut Satzung immer der Tirschenreuther Landrat inne. Nach dem Bezirk Oberpfalz mit 70 Prozent ist der Landkreis mit 15 Prozent an dem Zweckverband für den Tourismusmagneten im Stiftland beteiligt.

„Für mich ist das Sibyllenbad ein wichtiger Motor für die Erfolgsregion Landkreis Tirschenreuth“, wird Grillmeier in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt zitiert. Der Weg zum Heilbad habe viel zur enormen Entwicklung der Region beigetragen. Dass die erste Saison nach der Ernennung wegen der Corona-Krise eine derartige Herausforderung darstellen würde, hätte niemand gedacht. Dies treffe aber alle Bäder. Grillmeier dankte allen Mitarbeitern für ihr Mitziehen in der Krise, insbesondere auch den Besitzern von Gästezimmern und der Gastronomie für das Durchstehen der Durststrecke. Nun zeige sich aber Licht am Ende des Tunnels. Der Start des Badbetriebes und der Wellnesslandschaft sei nach den Vorgaben der Staatsregierung mit einem umfangreichen Hygienekonzept auf den 27. Juli bestimmt. Der Werkausschuss und die politischen Gremien waren in den zurückliegenden Wochen nicht untätig. Es werde derzeit die Sanierung des orientalischen BadeTempels, einer der Highlights des Sibyllenbades, vorbereitet. Dies sei ein Signal dafür, dass der Zweckverband nach zahlreichen Investitionen der vergangen Jahre mit dem Sibyllenbad weiter in eine gute Zukunft blickt und diese bestmöglich gestalten mag.

Nach der Coronabedingten Verschiebung der Frühjahrssitzung werden Werkausschuss und Verbandsversammlung als Aufsichtsgremien am 29. Juli im Tirschenreuther Landratsamt tagen.

Bürgermeister Klaus Meyer schilderte die deutlichen Einbußen bei Gastronomie und Übernachtungsbetrieben seit der Schließung des Kurmittelhauses am 14. März: „Uns wurde die Abhängigkeit von Sibyllenbad für den Tourismus in der Gemeinde sehr deutlich vor Augen geführt.“ Werkleiter Geiger schilderte die aktuelle Situation. Die medizinische Abteilung mit dem physiotherapeutischen Angebot ist ebenso wie das Sibyllenbader Naturfango und die Radon-Kohlensäure-Kombinationsbäder seit 15. Juni wieder verfügbar. Aufgrund der Coronavorgaben sei dazu ein doppelter Personaleinsatz erforderlich. Grundsätzlich positiv sah er die Öffnungsoptionen. Dass das finale Konzept erst am 20. Juni vorlag, sei Ausdruck der ernsthaften Sorge der Landesregierung um den Gesundheitsschutz. „Wir haben dann unmittelbar die Umsetzungsbedingungen im Führungskreis diskutiert und als Restart-Termin den 27. Juli festgelegt.“ Ein gewisses Unwohlsein wollte Geiger angesichts aktuell steigender Infektionszahlen in der Republik nicht verhehlen. Vorsicht und Gesundheitsschutz hätten im Neualbenreuther Kurbad absolute Priorität. Er wisse um die Erwartungshaltung der Touristikpartner und Bürger, bald wieder zur Normalität zurückzukehren. „Aber das Virus ist noch nicht aus der Welt.“ Die zahlreichen Restriktionen würden allen Kurbädern und Thermen in Bayern nur einen Start fernab früherer Freizügigkeit erlauben. Dass Dampfbäder und damit auch der orientalische Bade-Tempel als Besonderheit des Sibyllenbades noch nicht öffnen dürfen, sei konsequent – aber auch bitter, so der Chef von rund 85 Leuten, die seit April in Kurzarbeit sind.

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