09.09.2018 - 11:44 Uhr
BärnauOberpfalz

Bärnauer Bürgerfest: Zwischen Weltpremiere und Bullen

Bärnau ist zwar die kleinste Stadt im Landkreis, doch was Feste anbelangt, eine der größten. Mit einem dreitägigen Bürger- und Altstadtfest feiert die Knopfstadt am Wochenende ihr 675-jähriges Stadtjubiläum.

von Konrad RosnerProfil

Schon alleine die musikalische Vielfalt konnte sich mehr als sehen lassen, ob Blasmusik, Dixie, Rock oder Pop aus den aktuellen Charts, für die Besucher wurde alles geboten, zudem alles live und nichts aus der Konserve. Mit einem Böllerschießen eröffneten die Bärnauer Böllerschützen am Samstagnachmittag das Bürgerfest, ehe Bürgermeister Alfred Stier das erste Bier anzapfte.

Schon am Nachmittag wurde klar, der Aufwand, den die Stadt für dieses Fest betrieben hatte, hat sich gelohnt. Denn viele ehemalige Bärnauer, die weit verstreut in der gesamten Republik leben, wurden eigens für dieses Stadtjubiläum angeschrieben und eingeladen. Und viele kamen auch in ihre alte Heimat. Die Werbung für dieses Jubiläum passte. Dies verdeutlichte die Tatsache, dass beispielsweise der Bergverein Regenstauf seinen Vereinsausflug mit 60 Personen nach Bärnau machte. Das Publikum war aber auch international, neben Tschechen waren Japaner und zwei Philippinerinnen im Dirndl anzutreffen.

Festleiter Christian Gleißner und sein Team, bei denen alle Fäden zusammenliefen, hatten im Vorfeld ganze Arbeit geleistet. Der Samstagnachmittag war vor allem den Kindern und Jugendlichen vorbehalten. So gab es diverse Wasserspiele, Tattoos und Kinderschminken, Basteln von „Knopftaschen“ und „Anti-Stress-Bällen“ oder das Bullriding von Radio Ramasuri, das auch viele Erwachsene und Prominente anzog. Bürgermeister Alfred Stier ließ sich jedoch nicht überreden, den Bullen zu besteigen. Da konnte Ramasuri-Moderator Jürgen Meyer, „16 Stadträte und ein Stier“, werben, was er wollte. Dafür nahmen einige Stadträte die Herausforderung an. Marco Donhauser harrte gar 1:05 Minuten auf dem Bullen aus. Dritter Bürgermeister Alfred Wolf schaffte immerhin 34 Sekunden.

Das Archaeo-Centrum zeigte ferner alte Handwerkstechniken, wie das Schmiden oder auch das Anfertigen eines Holzbalkens. Auch was das Essen anbelangte, war die Vielfalt groß, neben Bratwürsten und Steaks gab es auch geräucherte Makrelen, Schupfnudeln mit Gemüse und Fleischküchl, Pulled Pork und vieles mehr.

Ein weitere Bärnauer Spezialität ist die musikalische Vielfalt. Am Nachmittag sorgte die Band „The Dixie Hot Licks“ aus Pilsen mit ihrer Frontfrau Jana für Stimmung, ehe im Anschluss die Blues-Rock-Band „Bite the beagle“ aus Weiden und Marktredwitz es im Festzelt so richtig krachen ließ. Zur später Stunde sorgte die Band „Highline“ für Partypower.

Währenddessen war auch das Ackerbürgerhaus völlig überfüllt. Denn es gab eine „Weltpremiere“. Der Ur-Bärnauer Matze Wolf („Bärnau forever“), der „Widersacher aller Liedermacher“, präsentierte mit seinen Freunden seine Songs und Gedichte. Die vielen Zuhörer waren von seine literarischen Weisheiten beeindruckt. Matze Wolf hatte unter den Augen seines Vaters Alfred Wolf ein Heimspiel, das er trotz einiger Nervosität aber auch auskostete. Mit einer Licht- und Wassershow präsentierten sich gegen 23 Uhr die Feuerwehren, im Festzelt ging es mit „Highline“ jedoch noch bis weit nach Mitternacht weiter.

Die besten Bilder vom Festzug

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