18.07.2018 - 11:41 Uhr
BärnauOberpfalz

Bärnauer Grundschüler besuchen Erlbenisbauernhof in Naab

Im Stroh hüpfen, Kälbchen füttern und selbst gemachte Butter auf dem Brot: Viele spannende Erlebnisse und Beobachtungen gab es für die Bärnauer Grundschüler auf dem Erlebnisbauernhof Fischer in Naab.

Die "wilden Stiere" der dritten und vierten Klasse mit Lehrerin Birgit Zant (Mitte) besuchten den Erlebnisbauernhof von Petra, Anna und Christof Fischer (von rechts).
von Externer BeitragProfil

Die dritte und vierte Klasse der Grundschule Bärnau nahm am Lernprogramm Erlebnisbauernhof "Sommer.Erlebnis.Bauernhof" des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei der Familie Fischer in Naab teil. Ziel beim Themenschwerpunkt Milchwirtschaft und Landwirtschaft ist es, Kindern auch auf dem Land das Wissen über die Produktion von gesunden Lebensmitteln aufzuzeigen.

Petra Fischer, qualifizierte Erlebnisbäuerin, begrüßte die Klassen mit ihrer Lehrerin Birgit Zant und Rektor Ulrich Sangl auf ihrem Milchviehbetrieb. Nach einer kurzen Einweisung über Verhaltensregeln auf einen Bauernhof, erklärte Fischer die verschiedenen Getreidearten und deren Verwendung in der Landwirtschaft. Sohn Christof unterstützte seine Mutter und erklärte den Grundschülern das Getreidelager und die dafür benötigte Technik. Danach fassten sich die Kinder mit geschlossenen Augen an der Hand - Die Bäuerin führte sie in den Stall.

Aktiv hören und riechen

Sie ermutigte die Kinder zu riechen und zu hören. "Welche Geräusche nehmt ihr wahr, welche Gerüche könnt ihr deuten?", fragte die Fachfrau. Das eine oder andere Kind meinte, hier rieche es nach Essig, das andere nach Stroh oder Heu. Auch Tier-Geräusche wurden wahrgenommen. Die Auflösung des Rätsels war das Futter der Tiere, die sogenannte Silage: Das it Gras oder Mais, das vergoren haltbar gemacht wurde und so das ganze Jahr den Tieren als Futtergrundlage zur Verfügung steht.

Genau erklärte Fischer den Kindern bezugnehmend zum Heimat- und Sachkundeunterricht, dass eine Kuh bis zu 50 Kilogramm täglich frisst, dass sie 80 Liter Wasser braucht, wie sie verdaut. Die Kinderwaren erstaunt über die Tagesration einer Milchkuh. Gemeinsam durften sie diese auch zusammenstellen.

Die Bäuerin wollte von den Kindern wissen, wie viel Milch eine Kuh täglich produziert. Die Schüler schätzten zwei Liter, oder 100 Liter Milch. Tatsächlich können es sogar mehr als 40 Liter sein. Weiter ging es in den Melkstand, dort erfuhren die Dritt- und Viertklässler, dass hier zwölf Kühe gleichzeitig gemolken werden können und die Melkzeit pro Tier etwa zehn Minuten beträgt. Hier musste die Bäuerin viele Fragen, auch zur Technik, beantworten.

Mit App Kühe beobachten

Im Kälberstall konnten die Schüler zwei frischgeborene Kälbchen bewundern und den älteren Kälbchen auch Heu füttern. In der Abkalbebucht konnten die Schüler mit Hilfe einer Überwachungskamera und einer App auf dem Handy des Bauern Kurt Fischer die hochträchtigen Kühe beobachten. Natürlich waren die Kinder über so viel Fortschritt in einem Stall überrascht.

Die Bäuerin hatte für die Schulkinder in einem separaten Raum Rahm zum Butterschütteln vorbereitet. Mit großem Eifer schüttelten die Kinder ihre Gläser bis ein Butterklumpen entstand, den sie dann auch bei der Brotzeit auf ihre Brote streichen durften. Frisch gestärkt durften sich die Kinder zum Wettmelken am GummiEuter messen. Höhepunkt des Vormittags war für die Kinder schließlich das Hüpfen im Stroh.

Ausgestattet mit einer Brotzeitbox und einem Naturjoghurt von der Molkerei Bayernland und nach einem großen Dankeschön an die Familie Fischer ging es per Fußmarsch wieder zurück in die Schule.

Petra Fischer und Rektor Ulrich Sangl und Kinder der Gundschule Bärnau beim Rahmschütteln.

Im Melkstand hinten Bäuerin Petra Fischer mit Grundschulkindern aus Bärnau und Lehrerin Birgit Zant.

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