19.11.2019 - 15:15 Uhr
BärnauOberpfalz

Bäume "bremsen" Solaranlage

Bei Anliegen der Bürger ist der Stadtrat sehr großzügig. Mit dem Wunsch verschiedene große Bäume zu entfernen wollte sich das Gremium aber nicht anfreunden. Zumal die Maßnahme die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage steigern soll.

Zu schnell sind die Autofahrer auf den Umgehungen bei Bärnau und Hohenthan (Bild) unterwegs. Darum will der Stadtrat bei der Straßenbaudirektion ein weiteres Mal wegen einer Geschwindigkeitsbeschränkung nachfragen.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Auf ihren Anwesen in Hohenthan will die Antragstellerin eine 30-kW-Anlage installieren. Allerdings sorgen hohe Bäume auf dem Nachbargrundstück für Schattenwurf in den Nachmittagsstunden im Winter. Deshalb sollten rund 15 Bäume entfernt werden. Allerdings befindet sich das Nachbargrundstück im Besitz der Stadt. Und die hatte Förster Stefan Gradl zur Begutachtung der Situation losgesandt. Bei der Stadtratssitzung vergangenen Donnerstag teilte Zweiter Bürgermeister Michael Schedl die Einschätzung des Försters mit, der von den Bäumen keine Verkehrsgefährung ausgehen sieht.

In der Sitzung regte Jürgen Fischer (Junge Wählergemeinschaft) an, dass die Bäume "ausgelichtet" werden könnten. Die würden dann aber wieder nachwachsen und erneut für Schattenwurf sorgen, bemerkte Alexandra Relvao Morgado (CSU). Und einen "Kahlschlag" wollte sie auf keinen Fall mittragen. Gottfried Beer (SPD) wusste um den hohen Wert des Baumbestandes in Hohenthan. Der sei schon von der Bewertungskommission für den Dorfwettbewerb vor fünf Jahren herausgestellt worden, ergänzte Engelbert Träger (CSU).

Die Antragstellerin durfte bei der Sitzung ihr Vorhaben genauer darstellen. Die Photovoltaikanlage sollte für die Eigenversorgung genutzt werden und würde somit auch einen Beitrag zum Umweltschutz bedeuten, betonte sie.

Eine Entscheidung wollte der Stadtrat am Donnerstag noch nicht treffen. "Ich bin nicht gegen eine Auslichtung", beurteilte Michael Schedl den Antrag. Dazu wollten er und das Gremium aber nochmal die Meinung des Försters einholen.

Gegen Rennstrecke

Ein weiteres Mal bemüht sich die Christliche Freie Wählergemeinschaft um eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Bereichen der Bärnauer Ortsumgehung. Den Antrag begründete Hubert Häring mit dem hohen Tempo auf dieser "Rennstrecke". Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte in den Bereichen der Zufahrten Bärnau-Süd und Bärnau-Mitte eine Geschwindigkeitsbeschränkung bei der zuständigen Straßenbaudirektion beantragt werden. Zweiter Bürgermeister Michael Schedl empfahl, auch den Bereich an der Zufahrt nach Hohenthan mit aufzunehmen. In diesem Zusammenhang erinnerte Michael Schedl, dass eine erste Initiative zu nichts geführt hatte, wollte sich aber einem erneuten Anlauf nicht verschließen.

Bei einer Realisierung im Bereich Hohenthan erwartete sich Marco Donhauser (JWG) mehr, wenn man das Argument der Lärmbelästigung anführe. Die Stadt will nun mit ihren Anregungen ein weiteres Mal an die Straßenbaudirektion herantreten.

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