29.04.2020 - 11:25 Uhr
BärnauOberpfalz

Drei Investoren für Silberhütte

Ein Vier-Sterne-Hotel, Tiny-Houses oder Ausgangspunkt für Wanderungen. Ideen für die Zukunft der Silberhütte gibt es viele. Konkrete Aussagen soll eine Machbarkeitsstudie bringen. Doch die ist noch nicht fertig.

In dem ehemaligen Zollhaus sollen Wohnungen entstehen.
von Konrad RosnerProfil

informierte Bürgermeister Alfred Stier, dass die Machbarkeitsstudie für das "1. Europäische Natur- und Klimaverständniszentrum Silberhütte" immer noch nicht fertig sei. Erst wenn die Unterlagen vollständig seien, mache es Sinn, die Studie im Stadtrat vorzustellen. Laut Stier sei ein Vier-Sterne-Hotel geplant, das Schutzhaus soll als Ausgangspunkt für das Natur- und Klimaverständniszentrum dienen und Tiny-Häuser (Minihäuser) sollen gebaut werden.

Sondersitzung zu Silberhütte

Sowohl Alfred Stier als auch Gottfried Beer (SPD) und Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) waren sich einig, dass die Silberhütte keinesfalls zugebaut werden soll. Angeblich gebe es drei Investoren. Stier kündigte eine Sondersitzung an, sobald die vollständigen Unterlagen vom Büro Peplies vorliegen. Zudem wolle er nach der Corona-Krise mit Ministerpräsident Markus Söder Kontakt aufnehmen. Einstimmig billigte der Stadtrat den Bauantrag von Peter Trepl, Heimhof, der das Sanierungsobjekt Tachauer Straße 37 in ein Ärztehaus umbauen will. Zudem will er im ehemaligen Zollhaus (Tachauer Straße 39) Wohnungen bauen. Auch dieses Vorhaben wurde einstimmig gebilligt. Bernhard Schedl will in Schwarzenbach eine Lagerhalle errichten, Johannes Hecht (Kaltenmühle) will eine Werkstatt mit Büro bauen, auch dagegen gab es keinerlei Einwände. Weiter informierte der Bürgermeister, dass die Stadt den Prozess in der Bausache Schrems verloren habe. Allerdings warte man noch auf die Urteilsbegründung. Gottfried Beer dazu: "Hoffentlich passiert uns so etwas nicht noch einmal".

Positive Entwicklung der Stadt

Zweiter Bürgermeister Michael Schedl ging anschließend auf die vergangenen sechs Jahre ein. Sein Dank galt allen Beschäftigten der Stadt, allen voran der Verwaltung für die Arbeit. Die Arbeit im Stadtrat sei teilweise sehr schwierig gewesen, dennoch habe Bärnau in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung hingelegt. Die Arbeit im Stadtrat sei für die Bürger sehr transparent gewesen. Abschließend blieb es Alfred Stier vorbehalten, Stadtrat Stefan Schmidkonz zu verabschieden, der es bei der Kommunalwahl nicht mehr ins Gremium geschafft hatte. "Ich danke dir für deine Arbeit, ich habe das Gefühl, wir werden dich hier mal wieder sehen", so der Bürgermeister. Stefan Schmidkonz dankte für die sechs intensiven Jahre, die er mitgestalten durfte. Sein Appell an die Räte: "Lasst die persönlichen Sachen aus dem Stadtrat und entscheidet zum Wohle der Bürger."

Dieses Haus soll zu einem Ärztezentrum umgebaut werden, so die Planungen von Peter Trepl.
Im Blickpunkt:

Fast eine Beleidigung

Nicht stehen lassen will Bürgermeister Alfred Stier die Aussage des Waldsassener Bürgermeisters Bernd Sommer, der die Ausgabe von Mundschutzmasken vonseiten der Städte und Gemeinden als "Aktionismus" bezeichnete. Alfred Stier schätzt eigentlich den Waldsassener Bürgermeister, "aber diese Aussage fasse ich fast als Beleidigung auf". Stiers ausdrücklicher Dank galt Christian Gleißner von der Stadt und allen Feuerwehren, die in einer tollen und "maximalen" Aktion die Masken an die Haushalte verteilten. "Wir haben unsere Masken schon drei Wochen, bevor die bayerische Landesregierung die Maskenpflicht anordnete, verteilt. Damit wollten wir unsere Bürger sensibilisieren", betont Stier.

In diesem Zusammenhang zollte er auch der Nachbarschaftshilfe großen Dank, die hervorragende Arbeit leiste. Stier forderte zudem auch das "Mittelalter" aus, also Bürger um die Vierzig, sich noch mehr als bisher zu engagieren. Zudem schlug er auch vor, junge Leute, die sich in Bärnauer politischen Parteien, gleich welcher Coleur engagieren, für die Jugendarbeit zu gewinnen, "mir schwebt ein Jugendteam vor", so Stier. Der Kritik an Waldsassens Bürgermeister schloss sich auch Hubert Häring an. (kro)

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