Auf insgesamt 557 Hektar Holzbodenfläche wurde der kommunale Wald der Stadt Bärnau regelmäßig bewirtschaftet – davon entfallen 434 Hektar Fläche auf den Stadtwald und 123 Hektar Fläche auf den Wald der Stadt Bärnau Kommunal GmbH. Der von Förster Patrick Mauerer vorgelegte Jahresbetriebsnachweis 2024 dokumentiert die Leistungen des vergangenen Jahres – er stellte ihn im April dem Stadtrat vor.
Im Stadtwald wurden insgesamt 2036 Festmeter Sägerundholz eingeschlagen, davon 629 Festmeter als sogenanntes ZE-Holz (Zufällige Ergebnisse) – das kann aus Kronenmaterial, Ästen, Wurzeln oder nicht marktfähigem Stammholz bestehen; es ist häufig auch befallen, verfärbt oder beschädigt (beispielsweise Käferholz) und fällt oft bei der Durchforstung oder bei Aufräumarbeiten nach Stürmen an.
Einnahmen
Zudem wurden 696 Festmeter Kurzholz entnommen, wovon 362 Festmeter in Selbstwerbung an die Bürger gingen beziehungsweise frei ab Wald verkauft wurden. 334 Festmeter wurden zu Hackholz aus Wipfeln verarbeitet. Als sogenanntes Gratis-Holz wurden 6 Festmeter entnommen (Rechtholz und Stammholz für Maibäume). Insgesamt wurden im Stadtwald 2763 Festmeter Holz geerntet, das Einnahmen in Höhe von 198.696 Euro einbrachte.
Die GmbH-Waldflächen lieferten zusätzlich 1433 Festmeter Sägerundholz, wovon 261 Festmeter ZE-Holz ausmachten. Als Kurzholz wurden 963 Festmeter entnommen, wovon 586 Festmeter als Brennholz für Selbstwerber und als Rechtholz frei ab Wald verkauft wurden. 376 Festmeter wurden als Hackholz aus Wipfeln verarbeitet. Insgesamt hat man im GmbH-Wald 2396 Festmeter Holz geerntet, das Einnahmen in Höhe von 155.376 Euro einbrachte.
Darüber hinaus brachten Jagdpachten in Stadt- und GmbH-Wald insgesamt 10.956 Euro ein, aus staatlichen Fördertöpfen flossen insgesamt 29.359 Euro: für den Gemeinwohlausgleich, die Naturverjüngungsförderung und das Vertragsnaturschutzprogramm. In 2024 nahm die Stadt Bärnau mit Stadtwald und GmbH-Wald insgesamt 394.386 Euro ein.
Ausgaben
Bezahlt werden mussten Löhne, Aufwandsentschädigungen, Verwaltungs- und Bauhof-Arbeiten sowie Kosten für Betriebsleitung und Betriebsausführung: 91.181 Euro für den Stadtwald und 12.177 Euro für den GmbH-Wald. Weitere Ausgaben gingen für Holzrückungen, Harvestereinsätze, Wegebau und Wegeinstandsetzung, Material, Ausrüstung und Reparaturen, Forstkulturen sowie Beiträge, Steuern, Versicherungen und Gebühren an: 54.128 Euro für den Stadtwald und 44.174 Euro für den GmbH-Wald. Die Gesamtausgaben für Stadtwald und GmbH-Wald lagen bei 197.025 Euro. Damit ergibt sich ein Überschuss in Höhe von 197.361 Euro.
Aufwertung Rastplatz "Teufelsstein"
Besonders erfreulich: Der durchschnittliche Überschuss pro Hektar Holzboden lag bei 345 Euro – ein Wert, der im 14-Jahresvergleich im oberen Bereich liegt. Der Holzeinschlag 2024 wurde durch eigene Waldarbeiter (956 Festmeter), durch Harvester-Unternehmer (3787 Festmeter) und durch nichtgewerbliche Selbstwerber (279 Festmeter) geleistet. In Anbetracht des aktuell geltenden Hiebsatzes (Holzmenge, die innerhalb eines Jahres genutzt wird) von 4442 Festmetern pro Jahr (Stadtwald: 3725 Festmeter/Jahr, GmbH-Wald: 717 Festmeter/Jahr) liegt der Einschlag im Stadtwald, der bei 1917 Festmetern Holz plus 800 Festmetern ZE-Holz lag, deutlich unter dem Hiebsatz; im GmbH-Wald hingegen mit 1941 Festmetern Holz und 364 Festmetern ZE-Holz deutlich über dem Hiebsatz. Betrachtet man den Hiebsatz in Bezug auf den Gesamtwald, war 2024 dennoch eine leichte Unterschreitung zu verzeichnen.
Neben der wirtschaftlichen Bilanz wurden 2024 auch zahlreiche Maßnahmen im Bereich Waldpflege und Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt. Darunter eine Waldführung für Schulkinder, Infoveranstaltungen für Waldbesitzer und die Pflege wichtiger Erholungseinrichtungen wie des Rastplatzes „Teufelsstein“, den der örtliche Oberpfälzer Waldverein mit Sitzbänken und einem Tisch aufwertete. Außerdem wurde mit der Motorsäge Stihl MS 500i in moderne Technik investiert. Zudem wurde Siegmund Mages nach 34 Jahren Dienst für den Stadtwald in den Ruhestand verabschiedet.
Ausblick 2025
Für 2025 sind umfangreiche Maßnahmen geplant. Schadholz soll bevorzugt mit eigenen Waldarbeitern aufgearbeitet, Frischholz gezielt eingeschlagen werden. Neue Aufforstungen – insbesondere auf ZE-Flächen – sollen mit Förderung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erfolgen. Auch ökologische Ziele stehen im Fokus: Biotopbäume, Totholz und natürliche Kiefernnaturverjüngung sollen das Waldbild weiter stärken. Für Wanderer und Naturfreunde sind zudem neue Sitzmöglichkeiten in Planung – etwa am „Wackelstein“.
Stadtwald Bärnau und GmbH-Wald
- Dimensionen: Stadtwald Bärnau: 434 Hektar, die regelmäßig in Betrieb sind; Wald der Stadt Bärnau Kommunal GmbH: 145 Hektar, davon 123 Hektar in regelmäßigem Betrieb
- Hiebsatz: liegt seit 2022 bei insgesamt 4442 Festmetern (Stadtwald 3725 Festmeter, GmbH-Wald 717 Festmeter)
- Bilanz 2024: Gesamtwald 394.386 Euro Einnahmen, Ausgaben 197.025 Euro
- Pläne für 2025: Aufarbeitung von Schadholz bevorzugt mit eigenen Waldarbeitern, Wegeinstandsetzung, Aufforstung aller ZE-Flächen, Kiefernnaturverjüngung, neue Sitzmöglichkeiten













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