05.12.2019 - 11:47 Uhr
BärnauOberpfalz

"Europa wächst an seinen Grenzen zusammen"

Europa wächst an seinen Grenzen zusammen: Europaabgeordneter Christian Doleschal diskutiert mit Mitgliedern der Ikom über die anstehenden Herausforderungen in der neuen EU-Förderperiode.

Wie eng verzahnt die Kommunalpolitik mit Europa ist, stellte sich einmal mehr bei dem Gespräch im Bärnauer Rathaus heraus: Vorne von links: Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Bürgermeister und Vorsitzender der Ikom-Stiftland Roland Grillmeier, Europaabgeordneter Christian Doleschal, Stadtrat Alfred Wolf. Hinten von links: Assistentin der Geschäftsleitung Stefanie Bäuml, Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser, Bürgermeister Klaus Meyer, Projektmanager Markus Wolf, Zweiter Bürgermeister Michael Schedl.
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"Interkommunale Zusammenarbeit ist heute der Schlüssel für Investitionen in unserer Region. Noch viel mehr als bisher wird dabei auch der grenzübergreifende Aspekt eine Rolle spielen. Denn, Europa wächst gerade an seinen Grenzen zusammen. Die Ikom Stiftland macht heute schon beispielhaft vor, wie es geht", so Europaabgeordneter Christian Doleschal beim Gespräch mit Bürgermeistern der Ikom Stiftland in deren Geschäftsstelle in Bärnau.

Der Vorsitzende des Zweckverbandes, Roland Grillmeier, betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der europäischen Regionalförderung für die Ikom Stiftland und ihre Projekte: "Unter anderem haben wir mit dem "greenikk" ein grenzübergreifendes Forschungsprojekt gestartet, das den Gemeinden bei der Klärschlammverwertung helfen soll. Ein Vorhaben in dieser Größenordnung wäre für eine Gemeinde allein nicht zu realisieren gewesen. So konnten wir über 700 000 Euro an Fördergeldern aus der Regionalförderung der Europäischen Union akquirieren." Grillmeier betonte dabei, dass die Ikom hier auch eine Ideenschmiede sein wolle.

Eine weitere Idee sei mit der Öko-Modellregion Stiftland zu einem großen Aufschlag geworden, so Grillmeier: "Damit wollen wir das Bewusstsein für regionale Produkte schärfen, Ökolandbau stärken und die Vermarktung dieser Produkte fördern. Das schafft Arbeitsplätze und schont die Umwelt."

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß sah in der Ikom genau den richtigen Weg: "Gerade in unserem Gebiet ist es wichtig, dass sich Kommunen zusammenschließen."

Nach einer kurzen Präsentation der Arbeit der Ikom Stiftland durch Geschäftsführer Wolfgang Kaiser und Regionalmanager Markus Frank diskutierten die Bürgermeister und Stadträte mit Europaabgeordnetem Doleschal über die Herausforderungen, die mit den für die Oberpfalz wichtigen Regionalförderungen einhergehen. "Klar ist, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Nach wie vor ist der bürokratische Aufwand einer der Hauptkritikpunkte. Dennoch müssen wir auch hier genau hinschauen, nicht alles was schlecht läuft, kommt zwangsläufig von Europa. Zweifellos haben wir aber noch dicke Bretter zu bohren", so Doleschal. "Auf europäischer Ebene sei die Regionalpolitik die Stellschraube schlechthin, wenn es um die Förderung von Investitionen gehe. Ein Drittel des Gesamthaushalts fließt hier hinein. Es wird eine große Herausforderung, dass wir bei der großartigen wirtschaftlichen Entwicklung der Oberpfalz auch künftig von Fördermöglichkeiten profitieren." Doleschal, der als einziges bayerisches Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung mitwirkt, stellt dazu heraus: "Konkret heißt das: breite Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, mehr Eigenverantwortung bei der Mittelverwaltung und Vereinfachung der Verfahren."

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