16.12.2018 - 13:52 Uhr
BärnauOberpfalz

Freibad vor Durststrecke

Siegfried Walter war seit jeher die treibende Kraft im Freibad Altglashütte. Nachdem Walter sich zurückzieht soll eine Fachkraft für Bäderbetriebe eingestellt werden. Doch die muss erst gefunden werden.

Aus dem Winterschlaf in die nächste Saison kann das Waldfreibad nur starten, wenn eine Fachkraft für Bäderbetriebe gefunden wird. Die will die Stadt jetzt suchen. Außerhalb der Saison soll die Fachkraft dann im Bauhof eingesetzt werden.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

In der nächsten Badesaison muss das Waldfreibad ohne Siegfried Walter auskommen. Zwar wird Walter bei der Vorbereitung mithelfen, doch ab der Saisoneröffnung sollen dann andere Aufsicht und Kiosk übernehmen. Nach den Vorstellungen der Stadt kann nur eine Fachkraft für Bäderbetriebe den Weiterbetrieb des Bades gewährleisten. Außerhalb der Saison könnte diese Kraft dann im städtischen Bauhof eingesetzt werden. Für den Kiosk sollte ein Pächter gefunden werden. Die Vorgehensweise unterstützt auch der Förderkreis Freibad Altglashütte. Dieser will für die ersten drei Jahre den Personalkostenanteil für die Badebetriebszeit übernehmen.

Bei der Stadtratssitzung gab sich Bürgermeister Alfred Stier skeptisch, ob überhaupt eine Person gefunden werde. "Wir müssen die Anlage erhalten", appellierte CSU-Stadtrat und Förderkreisvorsitzender Engelbert Träger vor allem im Namen der Kinder, Familien und Senioren. Mit einer Fachkraft als Aufsicht könnte sich die Wasserwacht auch wieder verstärkt um die Schwimmausbildung der Kinder kümmern. "Kann ich dann auch mit dem Antrag zur Wiederinbetriebnahme des Hallenbades rechnen?", fragte CFWG-Stadtrat Hubert Häring etwas provokant den Bürgermeister. "Wenn die Stadt 75 Prozent Förderung erhält, dann ja", lautete dessen Antwort.

Rudolf Schmid (CFWG) legte hier nach. "Ich habe Respekt vor allen, die sich für das Freibad engagieren", betonte Schmid. Aber Generationen hätten in Bärnau das Schwimmen gelernt. "Das ist einfach mit einer Handaufhebung beendet worden." Jetzt würde Träger erwarten, "dass wir Bärnau die nächste Watsch'n verpassen!" Deshalb wolle Schmid nicht zustimmen, nachdem die Mehrheit des Gremiums das Hallenbad zugesperrt hätte. Alfred Stier wollte die beiden Bäder nicht vergleichen, zumal die Anlage in Altglashütte keine hygienischen Mängel aufweisen würde. "Mittelfristig wird auf uns etwas zukommen", gab sich Stier realistisch. Es kämen viele Mitglieder des Förderkreises auch aus Bärnau, wollte Engelbert Träger den Vorwurf entkräften.

Gegen die Stimmen von Gottfried Beer (SPD), Rudolf Schmid, Edgar Wettinger und Hubert Häring (alle CFWG) wurde der Beschluss angenommen. Damit wird die Verwaltung beauftragt, eine entsprechende Stellenausschreibung in die Wege zu leiten. Gleichzeitig soll ein Pächter für den Kiosk gesucht werden.

Weiter auf die Unterstützung der Stadt Bärnau zählen kann der Förderverein Skilanglaufzentrum Silberhütte. So wurde für das Jahr 2018 ein einmaliger Zuschuss von 10 000 Euro bewilligt. Dagegen stimmte nur Rudolf Schmid. Gottfried Beer verwies an der Stelle auf das Engagement der Stadt, die bereits beim Kauf der Silberhütte in Vorleistung gegangen sei. Ein weiterer Zuschuss sei da nicht selbstverständlich. "Wir haben eine regionale Verantwortung", begründete Alfred Wolf (JWG) die Unterstützung. Alfred Stier sprach hier von "zwei Paar Stiefeln".

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