29.11.2019 - 14:21 Uhr
BärnauOberpfalz

Initiative "Hilfe für Kinder in Not" zieht Schlussstrich

Die Not der Kinder im Nachbarland hat die Herzen der Menschen in der Region berührt. Nicht minder emotional ist deshalb der Entschluss der Initiative „Hilfe für Kinder in Not“ jetzt den Schlusspunkt zu setzen.

Zu den Unterstützern der Initiative "Hilfe für Kinder in Not" gehört auch die Plößberger Frauen Union, die etwa im Sommer 2019 eine Hilfslieferung nach Bärnau brachte.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

In der Bilanz der Initiative sind die Zahlen ein wichtiger Faktor. Immerhin konnte seit drei Jahrzehnten dank der Unterstützung von engagierten Helfern und großzügigen Spendern eine Fülle an Hilfsgütern vor allem zu sieben Waisen-, Kinder-, Mutter-Kind-, Säuglings- und Behindertenheimen in Tschechien gebracht werden. Doch bedeutender für die Helfer sind die unzähligen Momente der Dankbarkeit und der Freude in den Kinderaugen, aber auch die engen Freundschaften, die sich in den Jahren ergeben haben.

Ende zum 1. Januar

Doch bei der engagierten Arbeit der Bärnauer Initiative muss jetzt ein Schlussstrich gezogen werden. Und dieser Schritt fällt den Mitgliedern nicht leicht. "Nach reiflichen Überlegungen kamen wir aber überein, dass wir leider aus gesundheitlichen, personellen aber auch räumlichen Gründe mit Wirkung zum 1. Januar 2020 alle Tätigkeiten unserer Initiative einstellen müssen und keine Sachspenden mehr angenommen werden können. Wir bitten deshalb um Verständnis", heißt es in einem Schreiben der Bärnauer Initiative. An dieser Stelle bedanken sich die Vertreter der Initiative "aus ganzem Herzen bei dem großen Kreis der Helferinnen und Helfern für die wertvolle jahrzehntelange Hilfe". Dabei sprechen sie auch im Namen aller Heime allen Spendern ein herzliches "Vergelt's Gott" für die Unterstützung aus.

Unmögliches möglich gemacht

Mit Blick auf das 30-jährige Wirken stellte die Initiative immer wieder die außergewöhnliche Unterstützung durch die Menschen und Organisationen heraus. "Oftmals wurde Unmögliches möglich gemacht!" Dies sei jedoch nur durch die finanzielle und sachliche Unterstützung eines sehr großen Personenkreises weit über die Grenzen des Stiftlandes hinaus, durch Schulen, Kindergärten, Vereinen und Kinderbasaren sowie auch durch die Hilfe der Stadtverwaltung Bärnau möglich gemacht worden, bescheinigt die Initiative. Durch die Hilfe aus einem weiten Kreis der Bevölkerung konnte etwa der vorgesehenen Schließung eines Heimes entgegengewirkt werden, erinnern die Vertreter von "Hilfe für Kinder in Not" an die zurückliegenden Erfolge. Bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen sei dann durch den obersten Leiter der Heime aus Karlsbad klar zum Ausdruck gebracht worden, dass aufgrund der großartigen Unterstützung aus Bärnau durch Möbel-, Kleider- und Geldspenden, Bettwäsche, Spielsachen und viele andere Utensilien dieses Heim weiterhin vonseiten des Staates bestehen kann. Für all die Kinder, die seit vielen Jahren in diesem Heim leben, aber auch für all die liebevollen Angestellten sei diese Entscheidung damals überwältigend gewesen.

Bitte um Verständnis

Für den abschließenden Schritt bitten die Mitglieder der Initiative um Verständnis und bedanken sich bei den vielen Helfern. "In Zeiten der vielen Spendenaufrufe war es immer wieder sehr schön, dass auch unserer kleinen Initiative Gehör geschenkt wurde", blicken die Verantwortlichen zurück.

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