Bärnau
18.03.2019 - 16:02 Uhr

Kein Gästerekord im Festjahr

Trotz des Festjahres reicht es 2018 bei den Übernachtungszahlen in der Stadt Bärnau nicht für eine deutliche Zunahme. Aber immerhin liegt die Verweildauer deutlich über dem Bayern-Durchschnitt.

Im ganzen Landkreis soll das neue Beschilderungskonzept umgesetzt werden. Nicht immer finden die Tafeln Zustimmung. Im Stadtrat wurde gar ein „Schilderwald“ beanstandet. Bild: ws
Im ganzen Landkreis soll das neue Beschilderungskonzept umgesetzt werden. Nicht immer finden die Tafeln Zustimmung. Im Stadtrat wurde gar ein „Schilderwald“ beanstandet.

Knapp ein halbes Jahr ist Carina Wagner auch für die Tourist-Info in der Grenzstadt mit aktiv. Bei der Vorlage ihrer ersten Jahresbilanz konnte die 29-Jährige aber keine neuen Rekorde vermelden. Allerdings braucht sich Bärnau mit den Zahlen auch nicht verstecken. Zwar ging die Zahl der Gäste-Ankünfte im Vergleich von 2017 mit 2018 um 4,5 Prozent auf 18 026 zurück, doch verzeichne man damit immer noch das zweitbeste Jahr. Bei der Zahl der Gäste wurde 2018 ein Rückgang von 6092 auf 5874 verzeichnet. Nur leicht rückläufig sei die Verweildauer die 2018 im Durchschnitt 3,07 Tage (2017: 3,1 Tage) betragen hätte. Als Vergleich nannte Carina Wagner die Zahlen des Landkreises (2,7 Tage) und des Freistaats (2,5 Tage)

Stärkere Vernetzung

SPD-Stadtrat Gottfried Beer erstaunte der Rückgang gerade im Festjahr "675 Jahre Stadtrechte", aber auch hinsichtlich der vielen Angebote, wie etwa den Geschichtspark. Bei den Besuchen im Festjahr seien wohl viele bei Verwandten untergekommen, vermutete Carina Wagner. "In den Geschichtspark zieht es vorwiegend Tagestouristen", schilderte die Projektleiterin.

Alfred Wolf als Vorsitzender des Vereins Via Carolina/Goldene Straße bezeichnete Carina Wagner als Hauptverantwortliche für die strategische Weiterentwicklung des Geschichtsparks, des "Archaeocentrums" und "der daraus folgenden touristischen Belange". Gerade hier gelte es das Potenzial der Stadt weiterzuentwickeln. Carina Wagner schilderte dem Gremium die Aufgaben der Touristinfo, zu denen weiter der Prospektversand, Messebesuche und natürlich die Bearbeitung der Anfragen gehören. Für die Zukunft baute Wagner vor allem auf eine stärkere Vernetzung mit dem Nachbarland, etwa bei der gemeinsamen Vermarktung der Goldenen Straße.

Schilder überladen

Angesprochen wurde bei der Sitzung auch das neue Beschilderungskonzept im Landkreis, umgesetzt von der Ikom Stiftland. Gottfried Beer (SPD) zeigte sich enttäuscht von der "überladenen Ausführung". "Das ist nicht sehr gelungen", konstatierte Beer einen "Schilderwald" mit zu viel Informationen. Wolfgang Kaiser erläuterte als Geschäftsführer der Ikom Stiftland, dass für das einheitliche System im Landkreis viele Vorgaben zu beachten waren. Dabei wäre es auch ein Problem gewesen zu entscheiden, was man weglassen sollte. Bürgermeister Alfred Stier sah in der Menge der Tafeln auch einen Beleg, dass es in Bärnau "ganz schön viel zu präsentieren gibt". Alfred Wolf (JWG) bewertete die neuen Tafeln als durchaus gelungen. Wichtig sei dabei, "dass die Leute wissen, wo was ist". Und der Tourist könne sofort erkennen, dass in Bärnau viel geboten werde. Der Stadtrat nahm von dem Bericht der Tourist-Info Kenntnis.

 
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