05.07.2019 - 23:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Langeweile im Paradies

Schon vor der Premiere waren zwei von vier Vorstellungen ausverkauft. Für zwei gibt es nur noch Restkarten. Die Zusatzvorstellung verkauft sich ebenfalls wie von selbst. "Der Brandner Kaspar kehrt zurück" auf die Bärnauer Bühne.

„Der Brandner Kaspar kehrt zurück“ beschert dem Festspielverein schon im Vorfeld hervorragende Verkaufszahlen.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

Da ist Musik in fantastischer Qualität zu hören. "Zu Asche, zu Staub" aus der Erfolgsserie "Babylon Berlin", der Titel aus "Der rosarote Panther" oder "Highway to Hell" von "ACDC". Eine neue Soundanlage, deren Herzstück in der Mitte an der Stirnseite des Bühnendaches angebracht ist, macht das möglich. Auch lichttechnisch hat der Kultur- und Festspielverein aufgerüstet. So wird das Theater stückweise immer professioneller.

Nochmals gesteigert

Auch die Schauspieler haben sich dieser Steigerung angepasst, werden besser und besser. So der Eindruck bei der Generalprobe. Maria Freundl als Boandlkramer und Hermann Fischer als Brandner Kaspar sind einmal mehr das Traumpaar in der Geschichte um den kauzigen Typen, der den Tod einst beim Kartenspielen betrog und dem schwarzen Gesellen mehrere Lebensjahre abluchste. Im zweiten Teil, gelangweilt vom ewigen Paradies, kehrt der Protagonist auf die Erde zurück, um Schaden von seiner Familie abzuwenden. Das Stück hat, wie bereits im Vorjahr beim ersten Teil, Caroline Ghanipour aus Augsburg inszeniert und auch diesmal führt sie dabei Regie. Es geht um einen geplanten Raub, bei dem die Witwe des Bürgermeisters, Agatha Senftl alias Nicole Zeitler ums Leben kommt.

Bilder von der Generalprobe:

Chapeau vor Schauspielern

Wie bereits im Vorjahr glänzen Christian Ott als Flori und Franz Langner als der heilige Portner. Sigmund Mages überzeugt als Kleinkrimineller - oder ist er gar der Teufel, man weiß es nicht genau - den Flori einen Einbruch zu begehen. Rainer Schmidkonz buhlt als Norbert Nantwein grandios im weißen Glitzeranzug zur Musik vom "rosaroten Panther" um die noch sterbliche Witwe. Eine Augenweide ist Christian Zeitler als Pfarrer mit pinkfarbenem Kopfhörer unter dem er lautstark "Highway to Hell" hört. Von nachdenklich bis Slapstick, zum Beispiel ein Engerl, das in der Mauser ist, bietet das kurzweilige Stück alles was gutes Theater ausmacht.

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