28.07.2019 - 10:34 Uhr
BärnauOberpfalz

Mehr Bio im Stiftland

Seit Mai ist die Ikom Stiftland staatlich anerkannte Öko-Modellregion. Nun geht es darum, die im Bewerbungskonzept gesteckten Ziele umzusetzen.

Die Lenkungsgruppe der Öko-Modellregion Stiftland traf sich im Bärnauer Rathaus um die Beteiligung der Akteure und die weitere Vorgehensweise zu erörtern. Dabei waren auch Ikom Vorsitzender Roland Grillmeier (Fünfter von rechts), Ikom Geschäftsführer Wolfgang Kaiser (Sechster von links) sowie der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, Thomas Gollwitzer (Dritter von rechts).
von Externer BeitragProfil

Dazu stimmte die Lenkungsgruppe Öko-Modellregion Stiftland, zu der Vertreter der Kommunen, Behörden und Verbände gehören, in Bärnau das weitere Vorgehensweise ab. Zudem steckte sie laut Pressemitteilung die Beteiligungsmöglichkeiten der relevanten Akteure ab. Kernziel der Öko-Modellregion Stiftland sei die Erhöhung der Bio-Produktion beziehungsweise des Öko-Landbaus.

Verbandsvorsitzender Roland Grillmeier habe aber auch deutlich gemacht, dass es bei der Umsetzung nicht darum gehe, die konventionelle Landwirtschaft gegen den ökologischen Landbau auszuspielen. Vielmehr sollten Anreize geschaffen werden, um zukünftig mehr landwirtschaftliche Betriebe zu motivieren, in den ökologischen Anbau einzusteigen.

Damit die ökologisch produzierten Produkten auch an die Bürger gebracht werden können, müssten neue überregionale Absatzmärkte erschlossen werden. Es helfe nichts, verstärkt Bio-Produkte herzustellen, die hinterher keinen Abnehmer fänden. Darin waren sich laut Mitteilung die Mitglieder der Lenkungsgruppe einig. Ein gesundes Wachstum des Anteils an Bio-Produkten sei deshalb geboten. Von den 751 landwirtschaftlichen Betrieben im Stiftland, sind aktuell 24 Bio-Betriebe.

Neben der Erhöhung des Anbaus an Bio-Getreide, biete vor allem die Herstellung und Vermarktung von Karpfen in Bio-Qualität großes Potential. Die Nachfrage am Markt sei vorhanden. Viele Teichwirte hätten in den vergangenen Jahren aufgrund der zunehmenden Probleme mit Biber, Fischotter und Kormoran die Bewirtschaftung eingestellt, so Thomas Beer, Vorsitzender der Arge Fisch im Landkreis. Dazu habe auch die gegenwärtige Förderkulisse, die den Nutzungsverzicht begünstige, beigetragen. Es gelte das vorhandene Potential, sofern die Politik die richtigen Anreize setze, zu erschließen.

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