19.05.2019 - 15:46 Uhr
BärnauOberpfalz

Nepomuk als "Brückenbauer"

Am Nepomukstag, dem Namenstag des Johannes Nepomuk, gab es am Freitag in Bärnau am Hammerdamm etwas Besonderes zu feiern: Die neu gestaltete Nepomukanlage wurde eingeweiht.

Die Gäste lauschen Rainer Christoph, der etwas über das Leben des Johannes von Nepomuk erzählt.
von Redaktion ONETZProfil

In Bärnauerischer Manier blies der Ostwind den Gästen kräftig um die Nase - die ließen sich jedoch nicht davon abhalten, bei der feierlichen Stunde dabei zu sein.

Unter den Besuchern waren neben Initiator Rainer Christoph auch Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel, der die Statue segnete, Bürgermeister Alfred Stier, Dritter Bürgermeister Alfred Wolf, Ingrid Leser vom Oberpfälzer Waldverein samt OWV-Chor sowie drei Gäste aus dem Nachbarland mit Dolmetschern. Aus Tschechien gekommen waren der Zweite Bürgermeister von Tachov, Josef Horácek, Dolmetscher Frantisek Meinl, der Bürgermeister von Halže, Frantisek Curka, und die Bürgermeistern von Obora, Dana Lesak.

Zur Einstimmung sang der OWV-Chor ein Lied über das Bärnauer Land: "Da bin ich daheim", hieß es darin. Alfred Stier begrüßte alle Gäste. "Die Präsentation ist gelungen", sprach er der Gestaltung der Statue ein Lob aus. Josef Horácek aus Tachov und Frantisek Curka aus Halže sprachen über die gute Zusammenarbeit zwischen Bärnau und Tschechien. Beide wünschten sich auch weiterhin eine gute Partnerschaft und freuten sich über die Einladung nach Bärnau. Ingrid Leser sprach über die Restauration als "Gemeinschaftsprojekt", das durch den OWV und die Stadt umgesetzt wurde.

Sie betonte, dass Nepomuk ein "Brückenbauer zwischen den Ländern" sei. Er sei als Brückenheiliger bekannt und gelte als Schutzpatron von Bayern und Böhmen. "Nepomuk ist jetzt sichtbar", freute sie sich. Denn vor der Aktion war die Heiligenfigur von Bäumen und Sträuchern bedeckt und kaum zu sehen. Dank der Hilfe von Christian Gleißner vom städtischen Bauamt und Ludwig Weigl wurde der Platz rund um die Nepomukstatue neu gestaltet und die Figur mit einem schützenden Holzkasten versehen. Dafür dankte Leser allen beteiligten Helfern. Sie dankte zudem der Firma Mühlmeier, die die Rosensäule im Wert von 150 Euro gespendet hat.

Nachdem der OWV-Chor ein Marienlied zum Besten gab, erinnerte Rainer Christoph an die Person des Heiligen Nepomuk. "Welch eine Stadt im Landkreis kann allein vier Nepomukstatuen aufweisen? Bärnau kann es!", wusste er und gab Einblicke in das Leben des Johannes von Pomuk, Kind aus einer deutsch-tschechischen Ehe.

"In Bärnau, in der Mitte der Goldenen Straße zwischen Bayern und Böhmen, finden wir mit dem Brückenheiligen ein gelungenes Beispiel der Verflechtung unserer beiden Länder", dankte Christoph allen, die sich bei der Feier einbrachten. Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel segnete die Statue und bezeichnete sie als Symbol "für alle", sowohl für Einwohner als auch für Besucher. Gemeinsam mit den Gästen betete er das Vaterunser und trug Fürbitten vor. Zum Schluss verlas Ingrid Leser ein altes Nepomuklied als Gebet. Mit "Freude schöner Götterfunken" verabschiedete der Chor die Gäste.

Der OWV-Chor sorgt für die musikalische Gestaltung.
Die restaurierte Nepomukanalage samt Nepomukstatue im schützenden Holzkasten und die Gedenktafel (links).
Die Gedenktafel zur Erinnerung an Johannes von Nepomuk.
Ingrid Leser freut sich über die Neugestaltung und bedankt sich bei allen Mitwirkenden.
Mithilfe von erstem Bürgermeister Alfred Stier, der den Weihwasserkessel hält, segnet Siegfried Wölfel die Statue.
Rainer Christoph hält einen kurzen Vortrag zur Person des Heiligen Nepomuk.
Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel.
Dritter Bürgermeister Alfred Wolf (von links) und Gäste aus Tschechien beim Lesen der Gedenktafel.

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