18.05.2020 - 12:05 Uhr
BärnauOberpfalz

Neuer "Rahmen" für den Bärnauer Friedhof

Bei der Friedhofsmauer macht die Stadt einen radikalen Schnitt. Das marode Bauwerk wird abgerissen und neu errichtet. Vorausgesetzt das Denkmalamt spielt mit.

Die Friedhofsmauer soll abgebrochen als als Bruchsteinmmauer neu errichtet werden.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Bei der Stadtratssitzung berichtete Bürgermeister Alfred Stier vom schlechten Zustand der Friedhofsmauer entlang der Philipp-Mühlmayer-Straße. Bereits in ersten Untersuchungen durch das Ingenieurbüro Lehner+Baumgärtner sei dargestellt worden, dass eine Sanierungsmaßnahme mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden ist. Bei den Möglichkeiten müsse berücksichtigt werden, dass die Mauer nicht gegründet ist. In der zurückliegenden Untersuchung war dargestellt worden, dass die Mauer mit einem Streifenfundament an beiden Seiten unterfangen werden könnte.

Ornamente einarbeiten

Als zweite Möglichkeit hatte das Fachbüro einen Abbruch und Neubau vorgeschlagen. Bei dem Neubau müssten natürlich die denkmalgeschützten Ornamente wieder eingearbeitet werden. Eine Reaktion der Denkmalschutzbehörde sei noch nicht eingegangen, informierte der Bürgermeister. Stier wusste zudem, dass die Mauer im Zuge des Straßenbaus gefährdet würde.

Einer aufwendigen Sanierung stellte Stier auch die aktuelle gute Fördersituation gegenüber. Das Einverständnis der Denkmalschutzbehörde vorausgesetzt, favorisierte Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) einen Neubau. Michael Schedl (CSU) sprach sich für eine komplette Erneuerung der Mauer aus. Gottfried Beer (SPD/Grüne) regte an, die Mauer bei einer Erneuerung etwas zum Friedhof hin zu versetzen. Das werde wohl schwer machbar sein, verwies Stier auch auf die vorhandene Bepflanzung. Beer sprach sich deshalb für ein Gesamtkonzept für die Friedhofsanlage aus. "Wir müssen uns mit dem Friedhof befassen", wollte sich der Bürgermeister der Anregung anschließen. Dies werde auch schon aufgrund der Frage der Urnengräber notwendig.

Einstimmig billigte der Stadtrat den Abbruch der alten Friedhofsmauer und einen Neubau. Der sollte als Bruchsteinmauer ausgeführt werden, ließ Anna Toman (SPD/Grüne) den Beschlussvorschlag ergänzen. Von den Stadtplanern sollen nun verschiedene Vorschläge ausgearbeitet werden. Die werden dann dem Stadtrat vorgelegt.

Zuschuss für Sportverein

Einverstanden war das Gremium weiter mit einem Zuschussantrag des VfB Thanhausen. Aufgrund der trockenen Sommer war der Verein gezwungen, auf dem A-Platz Pflegemaßnahmen einer Fachfirma vornehmen zu lassen. Zudem wurde ein Großflächenregner zu Bewässerungszwecken angeschafft. Die Kosten beliefen sich auf rund 4200 Euro. Dazu wird der Verein zehn Prozent Zuschuss erhalten. Den Zuschuss befürwortete auch Gottfried Beer, allerdings störte ihn etwas, dass diese Anträge immer nachträglich eingereicht würden. Zudem regte der SPD-Stadtrat an, dass für die Bewässerung des Sportplatzes kein Trinkwasser eingesetzt werden sollte.

In der Großgemeinde Bärnau soll künftig ein Jugendausschuss etabliert werden. Mitwirken sollen in dem Gremium Jugendliche, die auch von den Fraktionen im Stadtrat benannt werden. Nach den Vorstellungen des Bürgermeisters soll der Ausschuss einmal eine Art Schnittstelle zum Stadtrat werden. Hilfreich wäre hier die Einbindung von Jugendbeauftragten aus dem Stadtrat. Alfred Stier verwies hier auf Alexandra Morgado. Offiziell sei die Jugendbeauftragte aber nicht gewählt. Was Stier natürlich sofort nachholen wollte. Als Kandidatin nannte Gottfried Beer noch Anna Toman. Dem Vorschlag, dass beide Frauen für dieses Amt gewählt werden sollten, folgte dann die Mehrheit des Stadtrats.

Für Jugend weiterkommen

"Ich will zugunsten der Jugend weiterkommen", fügte sich Stier der Entscheidung. Michael Schedl verwies darauf, dass die Jugend selbst über ihre Anliegen beraten sollte. Jetzt soll ein erstes Treffen der jungen Leute organisiert werden.

Weitere Berichte über die Stadtratssitzung in Bärnau

Bärnau
Im Blickpunkt:

Besetzung der Ausschüsse

Bei der Stadtratssitzung vergangene Woche wurde auch die Besetzung der verschiedenen Ausschüsse vorgenommen. Zum Bau- und Werkausschuss gehören (in Klammern die Stellvertreter): Vorsitzender Bürgermeister Alfred Stier, für die CSU Georg Sollfrank (Michael Schedl) und Michael Zintl (Alexandra Relvao Morgado), für die CFWG Hubert Häring (Rudolf Schmid) und Markus Fichtner (Rudolf Schmid), für SPD/Grüne Michael Wegener (Gottfried Beer), für die JWG Marco Donhauser (Jürgen Fischer), für die BWG Kurt Fischer (Josef Hubmann).

Finanzausschuss: Vorsitzender Bürgermeister Alfred Stier, für die CSU Engelbert Träger (Michael Schedl) und Alexandra Relvao Morgado (Georg Sollfrank), für die CFWG Rudolf Schmid (Hubert Häring) und Markus Fichtner (Hubert Häring), für SPD/Grüne Gottfried Beer (Michael Wegener), für die JWG Alfred Wolf (Marco Donhauser), für die BWG Josef Hubmann (Kurt Fischer).

Rechnungsprüfungsausschuss: Ein Vorsitzender wird in dem Gremium erst noch gewählt. Mitglieder sind für die CSU Engelbert Träger (Georg Sollfrank) und Alexandra Relvao Morgado (Michael Zintl), für die CFWG Markus Fichtner (Hubert Häring) und Rudolf Schmid (Hubert Häring), für SPD/Grüne Gottfried Beer (Michael Wegener), für die JWG Jürgen Fischer (Alfred Wolf), für die BWG Josef Hubmann (Kurt Fischer).

Jugendausschuss: Vorschläge der CsU sind Josef Gleißner, Michael Heldwein, Michael Kreuzer, Patrick Maurer, Matthias Schiffl, Daniela Schwägerl; Vorschläge der CFWG Benjamin Sertl, Alexander Bäumler, Michael Häring; Vorschläge der SPD/Grüne Anna Toman; Vorschläge der JWG Jasmin Jung, Niko Schedl, Tobias Schwamberger, Michael Schwägerl.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.