Bärnau
18.03.2019 - 16:00 Uhr

Schwerer Start für Nachfolger

Die "fetten Jahre" bei der Holzernte sind vorbei. Schuld ist der schlechte Preis. Immerhin brachte der Bärnauer Stadtwald 2018 noch einen Überschuss von rund 63 100 Euro ein.

Beim letzten Jahresbericht von Förster Günter Mayr (Mitte) war auch sein Nachfolger Stefan Gradl (links) dabei. Für den hatte Bürgermeister Alfred Stier einen „Begrüßungs-Bären“ dabei. Der war freilich auch als Präsent für den Nachwuchs gedacht, nachdem Gradl vor kurzen Vater wurde. Bild: ws
Beim letzten Jahresbericht von Förster Günter Mayr (Mitte) war auch sein Nachfolger Stefan Gradl (links) dabei. Für den hatte Bürgermeister Alfred Stier einen „Begrüßungs-Bären“ dabei. Der war freilich auch als Präsent für den Nachwuchs gedacht, nachdem Gradl vor kurzen Vater wurde.

Mit dem Jahresbetriebsnachweis für 2018 hatte Förster Günter Mayr in der Grenzstadt seinen letzten Auftritt. Seit 34 Jahren ist der Leiter des Forstreviers Gebhardtshöhe mit der Betreuung des Stadtwaldes Bärnau beauftragt. Seit der Gründung der Bärnau Kommunal GmbH sind 145 Hektar zu dieser Gesellschaft gekommen. Mit der Betreuung dieses Teils ist der Tirschenreuther Förster Stefan Gradl beauftragt. Künftig wird er auch für den restlichen Stadtwald von 435 Hektar zuständig sein.

3497 Festmeter

Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag durfte Günter Mayr die Gesamtbilanz vorlegen. Beim Holzeinschlag verzeichnete er für den Stadtwald 2444 Festmeter und für den GmbH-Wald 3497 Festmeter. Damit hätte sich 2018 eine Hiebsatzunterschreitung von rund 12 Prozent ergeben. Mit Blick auf die "Forsteinrichtung" vor sieben Jahren wusste Mayr für diesen Zeitraum aber von einem Jahreseinschlag 13 Prozent über der Festlegung. Im vergangenen Jahr hätte der Holzeinschlag einen Überschuss von rund 63 100 Euro ergeben. Beim Blick auf die Zahlen erläuterte Mayr auch die besseren Erträge im kleineren Waldteil der Kommunal GmbH. Dort sei verstärkt der Harvester eingesetzt worden. Dennoch wollte Mayr die Leistung der beiden Waldarbeiter nicht missen, die gerade für die Aufarbeitung der Waldbrüche unverzichtbar seien. "Ohne ihre Arbeit würde der Wald verschlampen", verdeutlichte der Förster.

Schäden durch Trockenheit

In seiner Bilanz erwähnte Mayr, dass Bärnau beim Schadholz durch Wind, Schnee und Borkenkäfer weit unter dem bayerischen Durchschnitt liegen würde. Allerdings seien durch die Trockenheit im Sommer 2018 Schäden an frisch gepflegtem Fichtenjungwuchs entstanden. Im zweiten Halbjahr 2018 verzeichnete Mayr auch um bis zu 30 Prozent gefallene Holzpreise. Gerade aufgrund des Preisverfall hätte sein Nachfolger einen "schweren Start", gab Mayr den Stab weiter.

Unumgänglich wäre in Zukunft auch die Ausweitung der Holzernte mit dem Harvester. Und natürlich legte Mayr dem Stadtrat auch die Pflege der Waldwege ans Herz.

Applaus für Mayr

Mit Blick auf die Preisentwicklung bescheinigte Bürgermeister Alfred Stier dem Förster alles richtig gemacht zu haben, nachdem der höhere Einschlag auch zu Zeiten der besseren Preise erfolgt sei. Überhaupt zeigte der Applaus bei der Sitzung, dass der Stadtrat mit der Arbeit des Forstexperten überaus zufrieden war. "Sie haben ausgezeichnete Arbeit geleistet", bescheinigte auch SPD-Vertreter Gottfried Beer. Und ihn freute besonders, dass der Förster den Stadtrat stets mit einbezogen hätte. "Es war eine erfreuliche Zusammenarbeit", formulierte Beer die Haltung des Gremiums.

 
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