04.07.2019 - 20:21 Uhr
BärnauOberpfalz

Slawentage im Geschichtspark Bärnau

Im Geschichtspark Bärnau-Tachov stehen am Wochenende wieder Slawentage auf dem Programm. Sie sind eine gute Gelegenheit für eine Zeitreise ins Mittelalter.

Kalkbrennen
von Externer BeitragProfil

Der Geschichtspark Bärnau-Tachov rüstet sich für die "Slawentage". Am Wochenende, 6. und 7. Juli, reisen mehrere Dutzend Darsteller aus ganz Deutschland dazu nach Bärnau, um das mittelalterliche Freilandmuseum mit Leben zu erfüllen. Sie wollen den Alltag im Mittelalter und die Handwerkskünste demonstrieren und viel Wissenswertes über das Leben vor vielen hundert Jahren erlebbar machen. Auch Kalkbrennen steht wieder auf dem Programm, damit die Reisestation von Kaiser Karl IV. weiter wachsen kann.

Fast 60 Darsteller

Seit 2016 gibt es einen Dachverband der slawischen Museen in Deutschland, dem auch das Museum in Bärnau angehört. Weitere Mitglieder sind das Museumsdorf Düppel bei Berlin und Ukranenland. Mitarbeiter dieser Einrichtungen werden am Wochenende ihre Museen vorstellen und damit den Austausch zwischen Verantwortlichen und den Darstellern stärken. Insgesamt werden fast 60 Darsteller erwartet, darunter auch eine Gastgruppe aus Tschechien. Mit dabei sind auch Studenten der Karls Universität in Prag, die in diesen Tagen wieder zu Studienzwecken im Archaeocentrum mitwirken.

Einst war die Region von Slawen besiedelt. Ortsnamen wie Schirmitz, Trausnitz oder Köblitz weisen bis heute darauf hin. Die Slawen führten darüber hinaus fortschrittliche Technologien in der neuen Heimat ein. Beim Aktionstag im Geschichtspark werden diese nachempfunden.

Eigener Holzlöffel

Neben Bronzegießen und Schmiedearbeiten werden Textilarbeiten wie Weben, Nähen und Spinnen praktiziert. Alle Besucher die selbst Hand anlegen möchten, können sich unter Anleitung ihren eigenen Holzlöffel schnitzen. Interessierte können Darstellern bei Renovierungsarbeiten an verschiedenen Häusern, beim Flechtwände bauen, Birkenpech schwellen, Keramik brennen oder beim Gewichtswebstuhl bauen über die Schulter schauen.

Die dreitägige Befeuerung des mittelalterlichen Kalkbrennofens auf konstanten 1 200 Grad Celsius ist insbesondere in den Abendstunden ein besonderes Ereignis. Die Reisestation ist daher Freitag und Samstag bis 22 Uhr für Besucher zugänglich. Der magische Höhepunkt ist das "Ausräumen" des Ofens - voraussichtlich Samstagabend gegen 22 Uhr.

Slawentage im Geschichtspark.
Slawentag im Geschichtspark.

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