22.10.2018 - 14:47 Uhr
BärnauOberpfalz

Zauberhaft bis Mitternacht

Von donnerstags bis sonntags und an Feiertagen hat das Knopfmuseum Bärnau geöffnet, stets am Nachmittag. Eine Ausnahme gilt einmal im Jahr - und an diesem besonderen Tag wird die Welt der tausend Knöpfe zum Anziehungspunkt hunderter Gäste.

Verblüfft stellten die Zuschauer fest, dass die Spielkarte plötzlich im Zauberbuch steckte.
von Ulla Britta BaumerProfil

Wenn Museumsleiterin Andrea Bäuml mit ihrem Team, Birgit Fischer und Brigitte Ries, zur Museumsnacht einlädt, macht sich halb Bärnau auf die Beine. Und so gab es am Freitag bereits gegen 20 Uhr in manchen Räumen kein Durchkommen mehr. Dicht an dicht standen die Gäste, als die angekündigte "magische Museumsnacht" begann. Selbstverständlich war der Bärnauer "Haus- und Hofzauberer" persönlich gekommen: Zauberer Marco Knott, der aktuell im ehemaligen Kino "Schlosstheater" seines Großvaters an seiner neuen Zauberwerkstatt baut, hatte die angenehme Verpflichtung, in im Museum seiner Heimatstadt zu zaubern.

Verblüffende Tricks

Mit viel Charme zog der Meister der Tricks und Kniffe nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen in seinen Bann. So zauberte Marco Knott eine Spielkarte, die eine Besucherin aus einem Stapel Karten gezogen hatte, ins Zauberbuch. Gemeinsam mit dem kleinen Paul als "Zauberlehrling" ließ er einen Ring wie von Geisterhand durch ein geschlossenes Seil gleiten. Wenig später verblüffte er mit seiner Visitenkarte, die sich als "Zauberkarte" entpuppte. Nicht schlecht gestaunt wurde auch, als der Zauberer eine von allen Anwesenden signierte Postkarte hoch hinauf an die Decke des Museums zauberte und diese dort auch noch kleben blieb. Der Magier ließ seine Tricks derart schnell hintereinander folgen, dass die Zuschauer kaum zu Atem kamen. Marco Knott wurde am Ende seiner Show mit viel Applaus entlassen, um sofort wieder von den Kindern beschlagnahmt zu werden. Die Buben und Mädchen bettelten um allerlei lustige Tierchen, die der Magier aus Luftballons formte.

Führungen mit Laternen

Aber auch sonst wurde es gewiss nicht langweilig im Knopfmuseum. Bei Kaffee und Kuchen oder einem Abendessen und natürlich Getränken aller Art feierten die Bärnauer bis spät in die Nacht hinein. Mutige konnten zeitgleich in die Geschichte eintauchen. Bei geführten Wanderungen durch den Geschichtspark mit Laternen erlebten die Teilnehmer, wie "finster" es einst im Mittelalter war, als die Straßen noch keine elektrische Beleuchtung hatten und aus den Häusern höchstens schwacher Kerzenschein drang.

Die Kinder waren fasziniert von der magischen Visitenkarte.
Mariko Knott zeigte, wie eine Visitenkarte mit einem einfachen Trick zur Zauberkarte werden kann.
Zwischen Knopfdruckmaschinen und Vitrinen feierten die Bärnauer bis Mitternacht.
Der kleine Paul war sehr stolz, dass er als "Zauberlehrling" auserkoren worden war.
Groß und klein schauten gebannt zu, wie Marco Knott einen Zaubertrick nach dem anderen vorführte.

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