16.12.2020 - 14:33 Uhr
BärnauOberpfalz

Die Zusammenarbeit im Bärnauer Stadtrat funktioniert

Beim Blick auf das zurückliegende Jahr war im Stadtrat natürlich Corona ein markantes Thema. Doch an erster Stelle stand in den Weihnachtsansprachen der Dank an alle Menschen, die zur Bewältigung und Minderung der Probleme beigetragen haben.

von Werner Schirmer Kontakt Profil

Bürgermeister Alfred Stier konnte bei dem Treffen in der vergangenen Woche eine positive Bilanz zur Arbeit im Stadtrat ziehen. "Die Zusammenarbeit funktioniert, wir finden besser zueinander", bescheinigte der Bürgermeister. Als Besonderheit im Stadtrat bezeichnete Stier die Anwesenheit einer Landtagsabgeordneten. "Das war noch nie da!" Anna Toman würde das Gremium bereichern, "auch wenn sie die falsche Farbe hat". Der Wunsch des Bürgermeisters sowie des Stadtrats war natürlich, dass sich bei der Corona-Situation ein Lösungsansatz finden werde.

Meinungsaustausch funktioniert

Alexandra Morgado als Sprecherin der CSU stellte heraus, dass mit sehr viel Kreativität auf die Situationen reagiert worden sei. "Der Meinungsaustausch funktioniert!" Weiter honorierte Morgado die Arbeit aller Mitbürger, die mit anpacken und die Orte attraktiv halten. Und vor allem würdigte die CSU-Stadträtin die Anstrengungen der Organisationen, die sich um die Senioren kümmern würden, vorneweg die Nachbarschaftshilfe.

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Bärnau

Hubert Häring für die Christliche Freie Wählergemeinschaft dankte allen, "die Bärnau voranbringen". Er freute sich über die anstehende Betriebsansiedlung, auch weil künftig wohl weniger Mittel vom Staat zu erwarten seien. Bedauert wurde von Häring, dass bis heute die umfassende Machbarkeitsstudie für die Silberhütte nicht weitergegeben wurde. "Wir können auch 600 Seiten lesen", wollte Häring nicht auf die Kurzfassung warten.

Hohe Kosten für Heizwerk kritisiert

Weiterhin nicht abfinden wollte sich Häring mit der Hallenbadschließung sowie mit den immensen Kosten für das Hackschnitzelheizwerk. Eine eigene Meinung hatte der CFWG-Stadtrat auch zu Aussagen aus Tschechien über den Windradbau. "Bei der Tankstelle haben sie uns auch nicht gefragt!" Die Anlagen würden nicht stören und zudem Gewerbesteuer bringen, betonte Häring. Voraussetzung sei natürlich, dass die Anlagen genehmigt werden.

Zukunftsinitiativen angestoßen

Stefan Schmidkonz für die Junge Wählergemeinschaft ging ebenfalls auf die Pandemie ein und dankte allen, die sich für andere eingesetzt haben. Gerade in diesem Jahr hätte sich gezeigt, wie wichtig der Zusammenhalt sei. Trotz der schwierigen Situation seien wichtige Zukunftsinitiativen angestoßen worden, unterstrich Schmidkonz.

Vor sechs Jahren erste Flüchtlinge

Gottfried Beer für die SPD/Grünen richtete seinen Blick auch über Bärnau hinaus und verdeutlichte die dramatische Lage in den Entwicklungsländern. Er fürchtete, dass wieder viele Menschen aus ihrer Heimat würden fliehen müssen und erinnerte, dass in Bärnau im Dezember 2014 die ersten Flüchtlinge angekommen waren. Seitdem seien 176 Menschen aus 12 Nationen in dem Ort gewesen.

Beer dankte allen, die sich dieser Menschen angenommen haben. Wie seine Kollegen im Gremium hob Beer aber auch die Arbeit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten in Schulen und Kindergärten heraus, die ein extremes Jahr hinter sich haben.

Keine Ackerbürgerhaus-Fraktion

"Corona hat uns weiter fest im Griff", fürchtete Josef Hubmann für die Bürgerliche Wählergemeinschaft. Beim Blick voraus wollte Hubmann die BWG nicht als "Fraktion des Ackerbürgerhauses" missverstanden wissen. Allerdings würde man sich für die Realisierung einsetzen. Die Fertigstellung sollte 2022 erfolgen.

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