Bayern
02.07.2022 - 07:57 Uhr

Doppelt so viele Sprengungen von Geldautomaten

Die Täter kommen meist in der Nacht. Sie jagen einen Geldautomaten in die Luft und flüchten dann mit der Beute. Professionalität und Häufigkeit in Bayern nimmt zu. Der jüngste Fall ereignete sich in Wernberg-Köblitz.

Ein Feuerwehrmann macht sich ein Bild von dem Schaden, den die Geldautomaten-Sprengung in Wernberg verursacht hat. Bild: Kreisbrandinspektion Schwandorf/exb
Ein Feuerwehrmann macht sich ein Bild von dem Schaden, den die Geldautomaten-Sprengung in Wernberg verursacht hat.

Im ersten Halbjahr 2022 sind in Bayern doppelt so oft Geldautomaten in die Luft gesprengt worden wie im Vorjahreshalbjahr. Zwölf solcher Taten verzeichnete das bayerische Landeskriminalamt (LKA) bis Ende Juni. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 6 Fälle, im gesamten Jahr 2021 allerdings 17.

Die letzte Tat ist erst wenige Tage her: Am Mittwoch, 29. Juni, sprengten Täter in Wernberg-Köblitz im Landkreis Schwandorf den Geldautomaten einer Bankfiliale mithilfe von Sprengstoff auf, mitten in einem Wohngebiet. Danach gingen sie vermutlich über eine der beiden nahe gelegenen Autobahnen stiften – ein übliches Muster.

"Rund drei Viertel der Fälle aus dem Jahr 2022 werden nach aktuellem Stand niederländischen Gruppierungen zugeschrieben", erläuterte ein Sprecher des LKA. Die Täter werden zunehmend professioneller und verwenden immer häufiger Festsprengstoffe.

Im vergangenen Jahr hatten sie noch überwiegend Gas eingesetzt, um an die im Schnitt immerhin sechsstellige Beute zu kommen. Zur bisher in diesem Jahr erbeuteten Summe machte das LKA allerdings keine Angaben. Die Zahl wird erst zusammenfassend für das Gesamtjahr veröffentlicht.

VideoOnetzPlus
Wernberg-Köblitz29.06.2022
VideoOnetzPlus
Wernberg-Köblitz29.06.2022
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.