16.09.2020 - 06:21 Uhr
BayernOberpfalz

LKA: Corona-Maske kann Täter-Identifizierung erschweren

Der Mund-Nase-Schutz ist in Corona-Zeiten ein täglicher Begleiter. Eigentlich soll die Maske schützen - aber im Falle von Polizeiermittlungen kann sie auch Ermittlungen behindern, wie es aus dem bayerischen Landeskriminalamt heißt.

Die Alltagsmaske soll schützen, kann bei Ermittlungen aber hinderlich sein.
von Agentur DPAProfil

Das Tragen einer Corona-Alltagsmaske kann nach Einschätzung von Ermittlern die Identifizierung von Straftätern erschweren, verhindert sie aber nicht automatisch. Bei der Gesichtserkennung sei vor allem auch die Augenpartie wichtig, sagte Bernhard Egger vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA) in München, wo die Ermittler viel mit Gesichtsprogrammen zur Identifizierung von Verdächtigen arbeiten.

Nach Einschätzung des hessischen Landeskriminalamtes in Wiesbaden wird das Wiedererkennen von Verdächtigen durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zwar erschwert. „Allerdings lassen Aufnahmen von Überwachungskameras grundsätzlich auch andere Merkmale zur Identifizierung zu“, teilte das LKA mit und nannte als Beispiele Größe, Statur, Kleidung oder Schuhe. „Grundsätzlich ist zu sagen, dass Videoüberwachungssysteme ein wirksames Mittel - auch zu Zeiten der Corona-Pandemie - zur Aufklärung von Straftaten sind.“

Eine 26-Jährige könnte Superspreaderin gewesen sein

Bayern

Infos BKA zu Gesichtserkennung

§81b Strafprozessordnung - Erkennungsdienstliche Maßnahmen bei Beschuldigten

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.