Bayern
30.11.2020 - 15:43 Uhr

Polizei ermittelt nach Verschwinden von Holzpenis im Allgäu

Gestürzt, aufgerichtet, abgesägt: Nach dem mysteriösen Verschwinden eines etwa zwei Meter hohen Holzpenis im Allgäu ermittelt die Polizei.

Wanderer genießen neben der zwei Meter hohen Penis-Skulptur aus Holz auf dem Grat des Grünten den Ausblick. Bild: Karl-Josef Hildenbrand
Wanderer genießen neben der zwei Meter hohen Penis-Skulptur aus Holz auf dem Grat des Grünten den Ausblick.

Am Wochenende war die Skulptur eines zwei Meter hohen Holzpenis, die seit Jahren auf dem 1738 Meter hohen Grünten bei Rettenberg (Landkreis Oberallgäu) stand, spurlos verschwunden.

Wie die „Allgäuer Zeitung“ (Montag) berichtete, sind von der Phallusdarstellung nur der Stumpf sowie Holzspäne geblieben. „Jemand muss ihn in einer Nacht-und-Nebel-Aktion umgesägt haben“, sagte die Pächterin der nahen Grüntenhütte dem Blatt.

Pro forma sei nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte Holger Stabik vom Polizeipräsidium in Kempten am Montag. Dabei steht die Polizei so oder so noch vor einem Rätsel: „Wir wissen nicht, ob es sich um eine Straftat handelt oder nicht“, erklärte der Sprecher.

Denn bisher sei nicht einmal der Eigentümer der Skulptur bekannt, es gebe also noch gar keinen Geschädigten. Vielleicht habe der Eigentümer selbst den Zwei-Meter-Penis wieder abgeholt. Dennoch betonte Stabik: Es werde jedem Hinweis nachgegangen - bislang lägen aber keine vor.

Vor wenigen Wochen hatte der Penis bereits einmal für Schlagzeilen gesorgt, nachdem er umgefallen war. Anschließend wurde die aus einem Stamm geschnitzte Plastik wieder aufgerichtet. Wer den Holzpenis vor Jahren einmal auf den Berg gebracht hat und warum, dies ist bis heute nicht genau bekannt. Mittlerweile ist die Skultur beim Online-Kartendienst Google Maps aber sogar als „Kulturdenkmal“ ausgewiesen.

Zeitungsbericht

Holzpenis bei Google-Maps

Der Holzpenis auf dem Grünten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild Bild: Karl-Josef Hildenbrand
Der Holzpenis auf dem Grünten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
 
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