Der Bechtsriether Faschingszug wurde in den vergangenen 25 Jahren zu einer Institution in der Fünften Jahreszeit und zu einem Geheimtipp für die Maschkerer ringsherum. Von Trebsau ging es immer nach Bechtsrieth, um dort das Finale zu feiern. Vater all dessen ist Alfred Wulfänger. Seine Idee: Nur Vereine aus der Gemeinde stellen die Fete auf die Beine unter der Regie des SPD-Ortsverbands, dessen Vorsitzender Wulfänger bis heute ist.
Grundidee war dabei auch, die beiden Orte Trebsau und Bechtsrieth im Fasching zu verbinden. Die örtlichen Vereine kamen mit ins Boot; neben der SPD die Feuerwehr, der Turnverein, die Siedlergemeinschaft und die Concordia-Radler. dazu klinkten sich immer häufiger in den Konvoi Gastwagen ein wie etwa von der Kolpingjugend Schirmitz, die seit zehn Jahren immer wieder aktuelle Themen aufgreift.
Das taten auch die Bechtsriether Vereine. 2015 wurde der Ölscheich Ali-Ben-Wulf wegen seiner Ölsammelbestellungen auf die Schippe genommen. 2013 wurde der Wagen nach der Schließung des letzten Wirtshauses kurzerhand zu einer mobilen Gaststätte zum Mieten. 2011 trat eine „Salzstreuerpartei“ auf. Hintergrund war, dass der Gemeinderat beschlossen hatte, dass Nebenstraßen nicht mehr gesalzt werden. Irgendwelche Gegebenheiten aus dem Dorf- und Vereinsleben spielten immer die Hauptrolle. Man verstrickte sich nicht in die große Politik. Das gefiel den Zuschauern, die von Jahr zu Jahr mehr wurden. Sie zogen teils vom Start in Trebsau mit Helau mit nach Bechtsrieth und feierten in der Faschingswagenburg vor dem Rathaus den Faschingsdienstag, bevor es dann zum großen Kehraus der Feuerwehr in die Turnhalle ging. Wulfänger stimmt der diesjährige Ausfall traurig, Aber er ist optimistisch. "2022 werden wir wieder voll angreifen." Zudem will er den Kindern noch eine kleine Aktion anbieten.

















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