25.01.2019 - 11:40 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Gemeinde saniert Turnhalle: Teure und riesige Baumaßnahme

Es ist dickes Brett, das die Gemeinde da bohrt. Sie will die Turnhalle generalsanieren. Die geschätzten Kosten liegen bei 1,4 Millionen Euro. Auch die Trassenplanung bereitet den Gemeinderäten weiter Bauchschmerzen.

Bechtsrieth packt im neuen Jahr eine Großmaßnahme an: Bei der Schulturnhalle steht eine Generalsanierung an.
von Ernst FrischholzProfil

Die Pirker Straße in Trebsau ist fast fertig, die Dorferneuerung mit der großen Maßnahme "Ortsmitte" läuft, die Erweiterung des Kindergartens ist derzeit ausgeschrieben - und nun kommt die Generalsanierung der Schulturnhalle im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) auf die Agenda. "Wir sind letztes Jahr in das KIP aufgenommen worden und wollen diese Maßnahme nun heuer angehen", kündigt Bürgermeister Gerhard Scharl in der Gemeinderatssitzung an.

Die Entwurfsplanung für diese Großmaßnahme legt Architekt und zugleich Gemeinderat Michael Ederer vor. Er beginnt mit dem Istzustand: Es gibt neue Verordnungen, vieles müsse angepasst werden. Zentraler Punkt ist die Barrierefreiheit. Diese will man vom Eingang her im Untergeschoss mit einer Aufzugsanlage hoch zur Turnhalle herstellen. Hier richten die Gemeinderäte auch den Blick auf die Schule. Denn sollte hier einmal ein Kind im Rollstuhl unterrichtet werden, könnte diese nicht mit in die Turnhalle zu Veranstaltungen gelangen.

Weitere Pläne: Die Sanitärräume werden neu gestaltet und ein Behinderten-WC eingebaut. Die Sporthalle bekommt einen neuen Schwingboden, an den Seiten neue Prallwände und eine effektive Wärmedämmung der gesamten Hülle. Die Kostenberechnung hierfür liegt bei 1,394 Millionen Euro.

Kredit über 300 000 Euro

Wie Bürgermeister Scharl weiter erläuterte, liegen die förderfähigen Kosten bei 973 400 Euro und daraus ist eine gedeckelte Förderung von 876 000 Euro genehmigt. Der Gemeinde muss also 518 000 Euro berappen. Es wird nicht alles gefördert, wie etwa der Umbau der Sanitärräume. Aber dies könne man nicht aussparen, meint Scharl. Für heuer werde man 270 000 Euro in den Haushalt einstellen. Dann 900 000 Euro im Jahr 2020. Hier benötigt die Gemeinde 300 000 Euro Kredit. Die Maßnahme muss bis 2023 abgeschlossen sein.

Der Gemeinderat genehmigte einstimmig die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung und auch die Finanzierungspläne. Für die Dorferneuerung "Bechtsrieth Ortsmitte" wurde die Entwurfsplanung in der letzten Sitzung bereits genehmigt. Nun legte Planer Hubert Liebl die Ausführungsplanung vor, die ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde. Man kann nun in die Ausschreibung gehen, denn noch heuer soll Baubeginn sein.

Zwei Trassen im Fokus

Bürgermeister Scharl informierte über die Infoveranstaltung von "Tennet" zum Süd-Ost-Link in Weiden. Für den Bereich Bechtsrieth stehen zwei Trassen im Fokus. Einmal an der Bundesstraße entlang zwischen Trebsau und Bechtsrieth. Dann eine Umgehung von Trebsau westlich und Weiterführung nach Irchenrieth. Hatte sich der Gemeinderat ursprünglich gegen die Trasse zwischen den beiden Orten ausgesprochen, weil die Entwicklung unterbrochen würde. So sind die Räte jedoch mit der von "Tennet" nun bevorzugten Trasse um Trebsau herum ganz und gar nicht glücklich.

Auf die Widerstände der Gemeinde gegen die Trasse zwischen Bechtsrieth und Trebsau habe "Tennet" ganz einfach reagiert und den Kilometer breiten Korridor westlich von Trebsau und teils über Trebsau gelegt. Damit habe man überhaupt nicht gerechnet.

Das gemeindliche Einvernehmen wurde dem Bauantrag von Manfred und Andrea Weiß aus Bechtsrieth für den Neubau eines Einfamilienhauses erteilt.

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