Der Wagen der SPD führte den Bechtsriether Zug an. Die Freude, dass es wieder eine närrische Zeit gibt, war unübersehbar. Organisator Alfred Wulfänger hatte einen ausgelassenen und närrischen Faschingsdienstag mit anschließendem Kehraus nach drei Jahren Pause wieder auf den Weg gebracht.
Hunderte Faschingsfreaks säumten die Straße von Trebsau nach Bechtsrieth und reihten sich am Ende des Zuges ein, sodass der Gaudiwurm aus Menschen immer länger wurde. „Der Zug hat keine Bremsen“ donnerte die Musik von den Wagen. Die Gute-Laune-Bremse löste sich von allein von allen, die zur Freiluftparty gekommen waren.
Der Turnverein feierte fröhlich auf seinem Wagen. Die Feuerwehr hatte ihr Gefährt in Richtung 140-jähriges Jubiläum dekoriert. Dazwischen wie immer der Farbtupfer: die Kolpingjugend aus Schirmitz mit ihrem handgezogenen Wagen als „Letzte Generation Bierpreis“. Die Batterie an Flaschen sollte signalisieren, dass es um den Gerstensaft nicht gut steht.
Erstmals dabei waren die Jugendlichen der KLJB mit einem bombastisch aufgebauten Pistendurstlöschfahrzeug, fernab von jeder Piste, aber nicht vom Durst löschen. Massenweise flogen Süßigkeiten von den Wägen für die Kinder, die eifrig in ihren Tüten bunkerten. An die Erwachsenen verteilten die Narren kleine Fläschchen mit Spaßbeschleuniger.
Am Feuerwehrhaus zog der Zug dann die Bremse und die Feuerwehr übernahm das Faschingszepter. Kehraus stand an, aber nicht wie früher in der Turnhalle, sondern wegen des neuen Bodens im Inneren, bei herrlichem Wetter im Freien.
















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