15.07.2019 - 12:48 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Imkernachwuchs

Bienen an der Grundschule Bechtsrieth. Ein spannendes Projekt, das 15 Kinder mit Klassenlehrerin Susanne Friedrich angehen.

Klassenlehrerin Susanne Friedrich leitet mit den Kindern das Bienenprojekt. Imker Matthias Wirth leitet an. Alfred Wulfänger und Karl-Heinz Buchberger (hinten von links) vom Obst- und Gartenbauverein hatten die Idee.
von Ernst FrischholzProfil

Man lernte viel Theorie über die Bienen und deren Leben. Damit die anderen Kinder daran teilhaben können, wurde über das Gesamtprojekt sogar ein kleiner Film gedreht. Richtig los ging es dann mit dem Bemalen der Bienenkästen. Wachsplatten wurden in die Rähmchen gelötet und auch eine Bienenblühwiese am Rande des Schulgartens angesät. Außerdem war es nötig, Bienenregeln für die Pause aufzustellen und den Bienenbereich zu bewachen, damit die Kinder nicht zu nahe kommen. All das war nötig, damit sich unsere neuen Mitbewohner wohlfühlen, sagt Friedrich.

Natürlich hat man das nicht alleine geschafft. Die Imker Matthias Wirth aus Bechtsrieth und Josef Koller aus Irchenrieth haben bei der praktischen Arbeit mit Hand angelegt und die Kinder angeleitet. Alfred Wulfänger und Karl-Heinz Buchberger vom Obst- und Gartenbauverein hatten nicht nur den Anstoß für die „Schulbienen“ gegeben. Sie stellten auch den Kontakt zu Erika Brandl vom Imkerverein Weiden her, der zwei Bienenvölker nach Bechtsrieth lieferte. Die Kosten, auch für die Ausstattung der Kinder mit Bienenschutzkleidung in Höhe von 1000 Euro übernahm der Obst- und Gartenbauverein. Es handelt sich um zwei junge Völker mit etwa 30 000 Bienen, die erst im Aufbau sind und für heuer auch noch keinen Honig produzieren werden, stellt Wirth heraus. Er und Koller werden immer wieder vor Ort sein. Dazwischen sind die Kinder zuständig und die haben große Freude dabei. Wir haben auch schon eine Drohne in der Hand gehabt, die sah sehr schön aus, erzählen sie. Angst hätten sie keine, denn Drohnen stechen ja nicht, wie die Schüler gelernt haben . Die Spannung ist riesig bei den Kindern, wie denn nun alles weiter läuft. Auf den ersten Honig freuen sich die Kinder. "Das wird ein Fest."

Gespannt sind sie, wie sich die Völker vermehren werden. Rektorin Katja Meidenbauer ist so begeistert wie die Kinder. Sie dankt allen, die das Projekt unterstützen, auch der Gemeinde. Weil dies einen so tollen Anfang genommen hat, werde man sich beim Ministerium für das Projekt „Imkern an Schulen“ bewerben, so die Schulleiterin.

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