19.11.2020 - 13:22 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Irchenrieth: Klärschlammentsorgung wird zum Problem

Der Abwasserzweckverband Irchenrieth/Bechtsrieth betreibt die Kläranlage in Irchenrieth und lässt dabei noch Letzau einleiten. Das heißt für die Bürger: billige Abwassergebühren. Ein Kostenfaktor explodiert aber förmlich.

In Topzustand ist die Irchenriether Kläranlage. Die Abwasserreinigung läuft super. Aber die Klärschlammentsorgung wird immer mehr zum finanziellen Problem.
von Ernst FrischholzProfil

Irchenrieth und Bechtsrieth entsorgen ihre Abwässer in der Kläranlage in Irchenrieth. Per Zweckvereinbarung wird das Letzauer Abwasser aufgenommen. Das stößt nun mit dem neuen Letzauer Baugebiet an die Obergrenze dieser Vereinbarung. Hierauf ging der Irchenriether Verbandsvorsitzende Bürgermeister Josef Hammer in der Verbandsversammlung im Feuerwehrhaus in Trebsau nur kurz ein.

Hauptsächlich ging es um die Abwassergebühren. Da sei der Verband mit dem Problem der Klärschlammentsorgung konfrontiert. Umweltschutz koste Geld: Die Ausbringung auf Äckern sei nicht mehr möglich. Das bedeute: teure Entsorgung, die die Abwassergebühren beeinflusst. Derzeit werden diese für die nächsten Jahr in der Verwaltungsgemeinschaft kalkuliert. "Die Entsorgung des Klärschlamms wird zu einer Herausforderung", sagte Hammer.

"Gott sei Dank" habe man mit der Stadt Weiden einen guten und verlässlichen Partner. Aber dem wachsen die Kosten auch über den Kopf. Darauf ging der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz, Dieter Schobert, ein. "Vor Jahren lagen wir bei 20 Euro für den Kubikmeter Klärschlammentsorgung und nun bei 55 Euro", so Schobert. Das müsse in den Haushalt eingerechnet werden, den Schobert sehr transparent vorstellte. Seiner Rechnung nach wird der Betrieb der Anlage im Jahr 2021 Kosten von 205.700 Euro verursachen, die dann auch Grundlage für die Abwassergebühren in den Kommunen ist. Diese werden auf die beiden Gemeinde nach der Einwohnerzahl aufgeschlüsselt. Das bedeutet: 98.000 Euro für Irchenrieth und 66.000 Euro für Bechtsrieth. Dazu kommen 32.000 Euro der Gemeinde Theisseil für Letzau. Irchenrieth stellt das Personal für den Betrieb der Anlage, hier sind 53.000 Euro überschlägig ermittelt. Neben Verwaltungs- und weiteren Betriebskosten ist aber die Klärschlammentsorgung der größte Faktor mit 57.500 Euro.

Wohin diese Kosten sich entwickeln, konnte Schobert nicht sagen. Tatsache sei aber, dass Abwasser in Irchenrieth und Bechtsrieth sowie auch für Letzau wesentlich günstiger ist, als in vielen vergleichbaren Kommunen des Landkreises. Zudem merkte Schobert an, dass der Abwasserzweckverband seit 2009 schuldenfrei ist.

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