21.12.2018 - 08:52 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Weihnachten im Kleinformat

Puppenstuben sind Agnes Kümpfels große Leidenschaft. Seit ein paar Jahren hat sie auch Weihnachtsstuben für sich entdeckt. Vom Christbaum bis zum Engelchen - für die realitätsgetreue Einrichtung ist der Bechtsrietherin kein Weg zu weit.

Die Weihnachtsengel liegen Agnes Kümpfel besonders am Herzen.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Agnes Kümpfel kennt so ziemlich jeden Adventsbasar und Weihnachtsmarkt in der Region. Unterstützt von ihrem Ehemann fährt sie die Märkte ab, immer auf der Suche nach einer "neuen Kleinigkeit" für ihr Hobby. Auch auf den großen Christkindlmärkten wie in Nürnberg stöbert sie gerne. "Es ist herrlich. Weihnachten ist meine Zeit", sagt die Bechtsrietherin. "Ich entdecke auch immer wieder Neues, obwohl die Stuben schon ganz schön voll sind", wie sie gesteht.

Rund 20 Puppenzimmer in verschiedenen Puppenhäusern hat sie in über 20 Jahren zusammengestellt. Die Wohnungen "en miniature" sind voll ausgestattet. Im Bad gibt es Seife, der Wäscheschrank ist mit edelem Leinen bestückt, im Wohnzimmer ist der Kaffeetisch mit echtem Porzellan gedeckt, es gibt eine komplett eingerichtete Nähstube, in der Küche ligen Wurst, Brot und Käse zum "Verzehr" bereit. Kleine Spielwelten, die nicht nur jedes Kinderherz erfreuen würden.

Vor ein paar Jahren kamen zwei Weihnachtszimmer dazu. Sie sind noch ausbaufähig, wie Agnes Kümpfel erzählt. Aber auch hier fröhnt sie ihrer Leidenschaft. Die Mutter zweier Kinder hat ein Händchen für Details. Lebkuchenherzen so klein wie ein Hemdknopf, ein Christbaum geschmückt mit Kugeln kaum größer als eine Erbse, liebevoll verpackte Geschenke und eine Schar von Weihnachtsengeln. Auf die ist die Sammlerin besonders stolz. "Das sind meine Lieblinge. Die sind handgefertigt, der Kopf ist sogar aus Wachs." Dafür fährt sie extra bis nach nach Gebenbach in ein Geschäft, das die Engelchen in Heimarbeit anfertigen lässt. Ein wenig trauert sie den früheren Spielwarengeschäften in Weiden nach. "Beim Kauer oder beim Neumeier bin ich immer fündig geworden", sagt die Bechtsrietherin. Jetzt stöbert sie auf Flohmärkten oder kauft bei Hobbykünstlern ein.

Woher kommt diese Liebe zum Schmücken und Dekorieren? "Ach, wissen Sie", sagt Agnes Kümpfel, "die ersten Puppenhäuser habe ich von meinen Großeltern geerbt. Und irgendwann habe ich einfach weitergemacht. Zu Hause waren wir acht Kinder, ich war die Jüngste. Unsere Mutter hat zum Beispiel aus Mullbinden Rüschen fürs Fenster gefertigt."

Die Weihnachtszeit beginnt für die Familie in der Sandstraße 10 eigentlich bereits Wochen zuvor. Dann holen die Seniorin und ihr Mann die vielen Kisten und Kartons - alle fein säuberlich beschriftet - aus dem Keller und beginnen mit dem Aufbau. Der sei mittlerweile ganz schön anstrengend geworden, aber "ohne" könne sie nicht sein. Bis unters Dach empfängt den Besucher ein weihnachtliches Wunderland. Jedes Dekostück scheint wohl plaziert. Beim Blick in den Garten das gleiche Szenario. Rasenfläche, Zaun und Bäume glitzern dicht behängt.

Drinnen widmet sich die Hausherrin wieder ihrer kleinen Weihnachtsstube mit den Engeln. "Die kommt am heiligen Abend unter den Christbaum, anstatt einer Krippe." Da freue sie sich das ganze Jahr drauf.

Bis ins kleinste Detail: Die Weihnachtspuppenstube ist liebevoll bestückt.
Agnes Kümpfel hat ein Händchen fürs Dekorieren. Mit Beginn der Adventszeit verwandelt sich ihr Garten in ein Weihnachts-Wunderland.
Ein Rentier begrüßt die Besucher in der Sandstraße.
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