26.06.2018 - 12:38 Uhr
Oberpfalz

Bergtour (k)eine Tortur

Colle delle Finestre – da schnalzt der Giro d’Italia-Kenner genüsslich mit der Zunge. Der Pass von Susa aus ins Chionetal zählt zu den Königsetappen: schlappe 1675 Höhenmeter auf knapp 18 Kilometern. Eine Tortur. Aber nicht für uns.

Subaru Allrad
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Dutzende von Radsport-Amateuren eifern jeden Tag ihren Idolen nach. Nix Mountainbike, schmalreifige Rennmaschinen sind die erste Wahl zur Qual. Nur im untersten Teil ist das eher an einen Ziegenpfad erinnernde Sträßchen mit so etwas ähnlichem wie grobem Asphalt beglückt. Der Frost hat tiefe Löcher reingefressen. Und da, wo es dann richtig steil wird, ist nichts als reiner Schotter.

Eine Herausforderung, der wir, eine Gruppe von Motor-Journalisten, uns an diesem Tag zu stellen haben. Unsere Aufgabe: SUV-ige Subarus dort bewegen, wo sie sich besonders wohlfühlen, eben auf einer sogenannten Naturstraße hier herauf auf 2178 Meter. Die ständig fast zehnprozentige Steigung verlangt auch unserem Untersatz fast alles ab. Wenigstens nimmt uns auf den engen Serpentinen die Lineartronic, eine Art stufenlos arbeitendes CVT-Getriebe, die Schaltarbeit ab, was bei den Hunderten von Kehren ein nicht zu verachtendes Komfort-Merkmal ist. Über kurz oder lang wird Subaru manuelle Schaltgetriebe ganz verbannen. Wer Spaß am Selberschalten hat, muss sich an die Wippen am Lenkrad halten.

Leichtfüßig nach oben

Wo die Radsportler sich mit schwerem Tritt in die Pedale mühsam nach oben schrauben, nimmt unser Boxer-Motor leichtfüßig Gas an. Und der Allrad tut sein Übriges, dass die Bergtour nicht zur Tortur wird. Das kommt nicht von ungefähr. Jahre bevor die Herren der Ringe in Ingolstadt den Begriff Quattro zum Markenzeichen machten, verhalf Subaru mit den ersten Allrad-Autos Service-Technikern in Japans verschneiter Bergwelt zu einem risikoarmen Einsatz. Heute sieht sich das Unternehmen nicht nur als Pionier, sondern auch als Weltmarktführer von Personenwagen mit Four-Wheel-Drive.

Als kompaktes City-SUV präsentiert sich da der XV, der dank kurzer Überhänge in den Disziplinen Böschungs- und Rampenwinkel und bei der Bodenfreiheit punktet. Dabei macht der Städter auch über Stock und Stein keine schlechte Figur. Nahezu legendär ist der Ruf des Foresters nicht nur bei Förstern und Jägern. Seit 1997 im Programm, läuft seine Zeit aber langsam aus, kommt 2019 der Nachfolger nach Europa. Trotzdem war er 2017 in Deutschland mit 3657 Einheiten der Bestseller in der Subaru-Palette.

Name ist Programm

Nomen est omen auch beim Outback. Subarus Spitzenmodell verkauft sich international sehr gut. Alleine in den USA als größtem Absatzmarkt fand der Cross-over 2017 fast 189 000 Liebhaber, während man hierzulande heuer gerade einmal die 1000er-Marke knacken will. Dabei bringt die Kombination aus Kombi und SUV im aktuellen Modelljahr ja einige Neuerungen mit. So hat man das "Eyesight"-System um einige Sicherheits-Features angereichert, die vom aktiven Spurhalteassistenten über den Totwinkel- bis hin zum Querverkehrswarner und dynamischen Kurvenlicht reichen. Neben der Rückfahrkamera gibt es jetzt auch einen Seitenbildmonitor, was Felgenkratzern an der Bordsteinkante den Garaus machen kann. Ganz wichtig aber: Der Outback 2018, in drei Ausstattungsversionen zwischen 36 900 und 41 300 Euro in der Preisliste, erfüllt auch die derzeit strengste Abgasnorm Euro6d-Temp, wie auch der neue 1,6-l-Motor für den XV.

Alle Mühen wert

Mit dem X-Mode haben die Subaru-SUVs übrigens auch einen Down-hill-Helfer an Bord. Den hätten wohl auch unsere Pass-Bezwinger auf zwei Rädern gerne. Wer es auf der Bergabfahrseite einfach laufen lässt, riskiert Kopf und Kragen. Und verpasst einige Höhenmeter weiter unten die Almwirtschaft Alpe Pinta samt grandiosem Panoramablick auf die Piemonteser Bergwelt und typischen Spezialitäten wie einem phantastischen Ziegenkäse und einer schmackhaften Salami von den tierischen Kletterkünstlern. Die sind allemal die Mühen wert.

Der Colle delle Finestre ist nicht nur ein Eldorado für Radsportler, auch Allrad-Fahrzeuge finden hier ein überwältigendes Betätigungsfeld.

Subarus XV ist eigentlich ein Stadt-SUV, fühlt sich aber auch im Gelände ganz wohl.

Kehre um Kehre geht es den Berg von Susa aus über den Bergpass ins Chionetal.

Bildergalerie zum Subaru Fahr-Event

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