Es war am Sonntag neben der Landtagswahl das Mega-Ereignis in der Region: Mit einem Tag der offenen Tür, dem ersten in der Firmengeschichte, feierte die Ziegler-Group ihren 75. Geburtstag. Tausende Besucher aus der gesamten Region und darüber hinaus nutzten die Gelegenheit, um am Hauptstandort des Unternehmens, der Betzenmühle bei Plößberg, einmal hinter die Kulissen dieser "Aufsteiger-Firma" und ihrer verschiedenen Sparten zu blicken.
Bereits ab 8.30 Uhr stellten sich die ersten Interessenten an, um beim Tag der offenen Tür, der um 10 Uhr begann, dabei zu sein. Im Nu waren die Parkplätze besetzt, so dass sogar noch weitere Stellflächen ausgewiesen wurden. Trotz des Ansturms klappte die Organisation perfekt. Auch das Sicherheitskonzept funktionierte. Dass alles reibungslos ablief, darum kümmerte sich das Sicherheitsunternehmen Fri-Sec aus Wildenau. Chef Marcus Fritsch und sechs Mitarbeiter hatten keinerlei Probleme mit der großen Besucherschar. Fritsch: "Es war eine tolle Veranstaltung. Ich bin schwer beeindruckt, was Stefan Ziegler und sein Team aufgezogen haben. Ein tolles Unternehmen aus unserer Region."
Ob Verwaltungs-, Sozialgebäude oder die "Ziegler World", den Besuchern standen alle Türen offen. In der "Ziegler World" konnten sie im Erdgeschoss Werbefilme der Unternehmensgruppe anschauen, während sich im oberen Bereich die einzelnen Firmen der Ziegler-Group präsentierten. Ob Holzverarbeitung, Logistik, Hausbau, Technik, Deko oder Gastronomie - hier wurde die Vielfalt dieses Unternehmens sichtbar.
Autogramme von Blue Devils
Im Verwaltungsgebäude gab es für Interessierte eine Karriere- und Ausbildungsberatung sowie eine Ausstellung über die abwechslungsreiche Firmengeschichte. Im Obergeschoss gaben Marius Schmidt, Robert Hechtl, Simon Heidenreich und der Sportliche Leiter der Blue Devils Weiden, Jürgen Rumrich, am Vormittag bereitwillig Autogramme. Allerdings mussten sie gegen Mittag wieder abreisen, denn am Abend traten die Weidener zum fälligen Punktspiel in Höchstadt an. Die Ziegler-Group ist der Hauptsponsor des EV Weiden.
Weitere Anziehungspunkte für die Besucher waren die Ausstellung des Fuhrparks mit den zum Teil riesigen Maschinen sowie die beiden Ziegler-Musterhäuser Max und das Tinyhouse Lina. Riesig war das Interesse auch an den Werksführungen. Mit einem Shuttlebus, gestellt von der Eska, konnte das Firmengelände besichtigt werden. Zunächst war angedacht, alle 30 Minuten eine Werksführung anzubieten, doch wegen des enorm starken Interesses wurde das Intervall später auf 15 Minuten verkürzt.
Im Freien präsentierten sich zudem die Feuerwehren aus Plößberg, Liebenstein und Lengenfeld sowie der BRK-Kreisverband Tirschenreuth. Die Feuerwehren regelten außerdem den Verkehr. Vertreten waren ebenfalls die SpVgg Weiden und die DJK Neustadt (Basketball), die Werbung für den Nachwuchssport machten. Um die Getränke und das Essen kümmerten sich verschiedene Foodtrucks.
Weiter am Steinwaldhaus
Im Pressegespräch mit Oberpfalz-Medien präsentierte sich Geschäftsführer Stefan Ziegler gut gelaunt, gelöst und bartlos. Seinen Bart hatte er nach dem verlorenen Finale der Eishockeycracks des EV Weiden um den Aufstieg in die DEL 2 abrasieren lassen. Ziegler war stolz, dass die Ziegler-Group mittlerweile 3300 Beschäftigte habe, darunter auch gut 100 Auszubildende. Zum Aus- und Umbau des Steinwaldhauses in Pfaben merkte er an, dass dieser fortgesetzt werde, wenn einige größere Baustellen abgeschlossen worden sind: "Dann starten wir durch."
Und Ziegler weiter: "Unsere erste Sparte, der hochwertige Hausbau, läuft hervorragend. Unsere zweite Sparte, der Modulbau, wird derzeit neu gestaltet. Denn wir wollen noch mehr auf das modulare Bauen eingehen." Der Firmenchef zeigte sich überzeugt, dass der Einfamilienhausbau und der mehrgeschossige Wohnungsbau weiter expandieren werden. Auch nahm er Stellung zum geplanten Holzkompetenzzentrum in Tirschenreuth, für das der Bebauungsplan vorliege. "Wir warten auf das grüne Licht vonseiten der Fachstellen, dann geht es an die Planung. Erst wenn wir das Go haben, starten wir los."
Ziegler betonte, dass man nicht unter Druck stehe. Denn aktuell könne man in Naila in einer modernen Produktionsstätte produzieren. Zur Frage, was an aktuellen Projekten ansteht, sagte er: "Es gibt aktuell keine außergewöhnlichen Projekte. Ich kann nur sagen, es läuft hervorragend."
Ziegler-Group
- 6 Branchen (Holzverarbeitung, Hausbau, Logistik, Technik, Dekoration, Gastronomie und Hotellerie)
- 34 Standorte in Europa
- 3300 Mitarbeiter/innen, davon gut 100 Auszubildende
- 2022 betrug der Jahresumsatz 1,05 Milliarden Euro





























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