06.09.2018 - 14:10 Uhr
BirglandOberpfalz

Zwei Birgländer im Breisgau am Triathlon-Start

Die Gemeinde Malterdingen liegt zwischen dem Kaiserstuhl und dem Schwarzwald. Landschaft und Größe erinnern ans Birgland: Also fast ein Heimspiel für Nicole Gundel und Jacky Maderer.

Obwohl der gewonnene Sachpreis liegenbleibt, lohnt sich für (von links) Jacky Maderer und Nicole Gundel die Reise zum Triathlon nach Malterdingen.
von Externer BeitragProfil

Der Breisgau ist der Schauplatz für einen der anspruchsvollsten Triathlon-Wettbewerbe in Deutschland. In der Ausschreibung wird er noch sehr harmlos beworben: "Schwimmen in der Nähe des Kaiserstuhls, Radfahren in den Ausläufern des Schwarzwaldes und Laufen in den Weinbergen von Malterdingen." Maderer und Gundel stellten sich der Herausforderung im Ländle.

Auf der Volksdistanz - 0,7 km Schwimmen, 32 km Radfahren, 7 km Laufen - lassen sich der Flair, die Begeisterung der Region für den Triathlon und die familiäre Atmosphäre genießen. Maderer entschied sich für diese Variante. Den Schwimmstart erlebte er "relativ human". Nur von einem Mitstreiter bekam er einen Schlag mit.

Auf dem Rad waren nicht die Bergaufstrecken das Problem, sondern die Abfahrten. Zahlreiche Schlaglöcher erforderten ein gutes Fahrgefühl - oder eine noch bessere Krankenversicherung. Der Lauf durch die Weinberge führte dann über eine Rampe mit mehr als zehn Prozent Steigung nach oben und, unmittelbar nach einem Wendepunkt, wieder den Berg hinab. Das und 30 Grad Celsius brachten spätestens jetzt alle Athleten zum Schwitzen. Jacky Maderer vom ASV Schwend erreichte als Elfter im Gesamtfeld und Zweiter in seiner Altersklasse nach 1:36 Stunden das Ziel.

Nicole Gundel, die für CIS Amberg startet, wagte sich an die Herausforderung der Mitteldistanz. Hier musste sie 2 km im Wasser, 80 km auf dem Rad und noch 21 km in den Laufschuhen zurücklegen. Da der Wettkampf zugleich für die schwäbische Meisterschaft gewertet wurde, war das Feld sehr gut besetzt.

Nach der Abkühlung im Wasser, spielte Gundel ihre Bergerfahrung aus der Heimat voll aus und platzierte sich sehr gut im Feld. Auch wenn ihr die Hitze beim Laufen stark zusetzte, kam sie ebenfalls als Elfte in der Damenwertung und Zweite ihrer Altersklasse nach 5:18 Stunden an.

"Scheinbar hatten wir beide einen leichten Sonnenstich", erklären sie das, was dann passierte. Nach der tollen Verpflegung im Zielbereich machten sie sich gleich an den Heimweg., weil Maderer dachte, seine Freundin sei sehr weit von einer Platzierung auf dem Podest entfernt. Deshalb blieb der Sachpreis im Breisgau zurück. Aber wegen materiellen Zugewinns machen Triathleten ja keine Wettkämpfe.

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