Der Wahltag naht: Am 27. Januar 2019 sind die Bodenwöhrer an die Urnen gerufen, um einen neuen Bürgermeister zu wählen. Die CSU schickt ihren Vorsitzenden Georg Hoffmann ins Rennen. Der amtierende dritte Bürgermeister erhielt bei der Nominierungsversammlung am Dienstag im Gasthof Jacob 19 der 20 Delegiertenstimmen.
„Mit Leidenschaft für Bodenwöhr“ hat Georg Hoffmann zu seinem Wahlkampfslogan gemacht. In sieben Wahlveranstaltungen in den einzelnen Ortsteilen will er die Bürger in den nächsten Wochen überzeugen. „Ich will integrieren und nicht spalten“, verspricht der CSU-Kandidat. Die Zeit der Alleinherrschaft des Bürgermeisters müsse ein Ende haben. Der nächste Bürgermeister werde sich daran messen müssen, so Hoffmann, ob es ihm gelingt, im Gemeinderat wieder mehr Gemeinsamkeit zu erzielen. Eine nachvollziehbare Politik müsse an oberster Stelle stehen.
Transparenz, davon zeigt sich der Bewerber überzeugt, werde über Erfolg oder Scheitern des nächsten Bürgermeisters entscheiden. Der Bürger wolle sich mit eingebunden fühlen in die Vorhaben. Nach dem Motto „Ich bin der Bürgermeister, und ich entscheide“ werde der neue Rathauschef nicht verfahren können.
Der Verwaltungsbeamte am Landratsamt und IT-Experte will seine Erfahrung einbringen und ist überzeugt: „Die Verwaltungsabläufe im Rathaus lassen sich optimieren." Auch wenn der Haushalt komplex sei, ist Georg Hoffmann der Meinung: „Mit unseren Finanzen können wir nicht mehr so weitermachen“. Die Schuldenspirale müsse gestoppt werden. Der CSU-Kandidat versprach allerdings, die bisherigen freiwilligen Leistungen nicht dem Sparzwang opfern zu wollen. Aber Vorrang habe die Sanierung der Infrastruktur.
Zur Steigerung der Einnahmen müsse sich die Gemeinde um weitere Gewerbeansiedlungen kümmern. Nur dann sieht Georg Hoffmann die Gemeinde gerüstet für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben. "Wir heißen Investoren und Firmen willkommen", so Hoffmann. In fünf Jahren, so weise es der aktuelle Regionalplan aus, werde der Einzugsgürtel der Stadt Regensburg auch Bodenwöhr erreichen. Das bringe neue Herausforderungen. Weitere Baugebiete, mehr Kita-Plätze, neue Schulmodelle und Ausbau der Infrastruktur seien erforderlich.
„Die stellvertretenden Bürgermeister, der Gemeinderat und Verwaltung haben versucht, die Abläufe aufrecht er erhalten“, sagte Georg Hoffmann. Ein Jahr sei es her, dass die Gemeinde die erste Krankmeldung des Bürgermeisters erreicht habe. Georg Hoffmann kam zu dem Schluss, dass man eine Gemeinde so lange Zeit nicht auf Vertretungsbasis führen könne, ohne dass es zu Beeinträchtigungen, Nachteilen oder gar Fehlern im politischen Tagesgeschäft komme.
CSU-Fraktionsvorsitzender Walter Spirk hält Georg Hoffmann für den idealen Kandidaten. Er habe bereits bei den Wahlen 2014 ein beachtliches Ergebnis eingefahren und seitdem bewiesen, „dass er es drauf hat." Walter Spirk erwartet für die Bürgermeisterwahl drei Gegenkandidaten. CSU-Kreisvorsitzender Alexander Flierl sagte Georg Hoffmann im Wahlkampf seine Unterstützung zu.













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