(dob) Unvorstellbare 50000 Jahre braucht Glas, damit es sich in der Erde auflöst. Täglich entsorgen Menschen ihren Müll, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen. Doch vor allem Verpackungsmüll belastet die Umwelt. Viel zu oft wird achtlos etwas weggeworfen. Darauf ging in diesem Jahr die Krieger- und Soldatenkameradschaft beim „Abenteuer-Kindercamp“ ein.
Dadurch wurde die Freizeitveranstaltung ganz nebenbei zu einer wichtigen Lehrstunde für 17 Mädchen und Buben zwischen 6 und 12 Jahren. Auf der großen Wiese bei Thomas Krieger hatten die Mitglieder alles für diesen Nachmittag und die Übernachtung im Freien vorbereitet. In einem großen Militärzelt schlugen die kleinen Gäste ihr Nachtlager direkt an der Pfreimd auf. Bis zum Einbruch der Dunkelheit vertrieben Vorsitzender Michael Reil und seine Frau Manuela und andere Mitglieder den jungen Gästen die Zeit mit verschiedenen Spielen.
Das Camp brachte einige Erkenntnisse: Styropor verrottet erst in 6000 Jahren, Eisen braucht 500 Jahre zum Zersetzen, genauso wie eine Alu-Dose und Arbeitshandschuhe immerhin 50 Jahre. Bei Zigaretten geht es mit sieben Jahren deutlich schneller. Eine ordnungsgemäße Entsorgung ist daher notwendiger denn je. Mancher Teilnehmer verschätzte sich bei dieser Aufgabe gehörig. Mit Karte und Kompass durften sich die Buben und Mädchen an einer weiteren Station beschäftigen. Besondere Raffinesse brauchte es beim Erbsenzählen, denn die Hände durften dazu nicht benützt werden. Mit einem Strohhalm galt es, die Erbsen von einem Gefäß zum anderen zu transportieren.
Weiter ging es zum Wasser-Parcourslauf und zum Holzscheit-Zielwerfen. Die Messgenauigkeit sollten die Kinder zentimetergenau erraten. Dafür gab es Punkte, die am Ende zum Sieg führen konnten. Wer sich Gegenstände besonders gut merken konnte, war bei der abschließenden Station klar im Vorteil. Der Wettbewerb "Mannschaft gegen Mannschaft" machte den Teilnehmern bei hochsommerlichen Temperaturen jedenfalls riesigen Spaß.
Am Lagerfeuer wurden gegen Hunger Würstchen gegrillt. Bei einer Nachtwanderung um die Pfreimd erlebten die Kinder so manche Überraschung. Eine prima Veranstaltungen, die auch das Gemeinschaftsgefühl der Kinder hervorragend unter Beweis stellte.













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