Mit einer außergewöhnlichen Idee, wie man sich auch in Coronazeiten ein finanzielles Polster zulegen kann, überraschte die Böhmischbrucker Feuerwehr mit Vorsitzendem Reinhard Wiesent kürzlich. Er startete mit seinen Vorstandskollegen eine Maibaumversteigerung via Internet und lud Interessierte dazu ein, sich kräftig ins Zeug zu legen. Allerdings hatte er nicht mit der Vehemenz zweier Damen gerechnet, die beide den Baum haben wollten und sich gegenseitig immer wieder zu Höchstgeboten anstachelten.
Ehrenmitglied Michaela Reger und Martina Thasler lieferte sich ein schieres Wettrennen um das begehrte Holz des ehemaligen Maibaums. Sie traten deshalb auch als kräftigste Bieter auf. Am 1. Mai um 0.00 Uhr war das Gebotsende der Auktion angesetzt. Reger wollte den ehemaligen Frühlingsboten unbedingt für das heimische Ziegengehege ergattern und Thasler war hauptsächlich am Brennholz interessiert, das sie ihrem Sohn als Geschenk machen wollte.
Es wäre nicht die Feuerwehr, wenn es nicht eine verbindende Idee geben könnte, um keinen als Verlierer dastehen zu lassen. Kurzerhand versprachen sie Reger für das Höchstgebot von 200 Euro den Maibaum und Thasler erhielt für den gleichen Preis zwei Ster Brennholz, das die Floriansjünger auch noch selbst vor die Haustüre lieferten. „Unsere Vereinskasse wurde so gleich noch mehr aufgebessert und die beiden Bewerberinnen waren sehr zufrieden, denn jede hatte das bekommen, was sie wollte“, freute sich Reinhard Wiesent mit seinen Kollegen Richard Seegerer und Alexander Scherer, die das Holz zu den entsprechenden Bietern transportierten. „Letztlich sehen wir das Geld als eine schöne Spende für die Feuerwehr, der Holzgegenwert ist da nur obligatorisch“, versicherten die Spenderinnen freudestrahlend.














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