14.05.2018 - 20:10 Uhr

Kloster St. Felix feiert drei Tage Patrozinium: Botschaft heute noch aktuell

Bereits der Auftakt am Freitagabend beschert einen Höhepunkt: Beim Jugendgottesdienst mit "Carpe Diem" kommt es zum Wiedersehen mit Pater Kamil Czupski, mit dem die Neustädter erst im November Nachprimiz gefeiert hatten.

Guardian Pater Stanislaus, der Weidener Dekan und Pfarrer von St. Konrad, Johannes Lukas, und Pfarrvikar Pater Mejo Jose (von links) zelebrieren den Festgottesdienst am Sonntag.
Guardian Pater Stanislaus, der Weidener Dekan und Pfarrer von St. Konrad, Johannes Lukas, und Pfarrvikar Pater Mejo Jose (von links) zelebrieren den Festgottesdienst am Sonntag.

"Was brauchen wir Menschen heute zum Leben?" Dieser Frage ging der junge Ordensmann am Beispiel des heiligen Felix nach, der vor 500 Jahren als einfacher Bettelbruder in Rom gelebt hat. Auch heute müssten sich die Gläubigen wie der heilige Felix für Gott öffnen, mahnte der Pole. Die Welt brauche Menschen mit kindlichem Glauben. "Wir müssen klein sein, damit Gott uns groß machen kann." Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein in der Pilgerhalle kamen die Gäste miteinander und mit den Patres ins Gespräch.

Traditionell gehört der Samstagabend der Pfarrei St. Georg. Geistlicher Rat Josef Häring versuchte in der Predigt, im Dialog mit den Erstkommunionkindern die Liebe Gottes verständlich zu machen. Sein Fazit: Der heilige Felix habe als einfacher Bettelbruder in Rom diese Liebe Gottes vorbildlich verkörpert. Nach der Eucharistie bewegte sich bei einbrechender Dunkelheit eine lange Lichterprozession mit der Statue des Heiligen aus Cantalice, der Franziskanischen Gemeinschaft, der Stadtkapelle unter Leitung von Karl Wildenauer und den Erstkommunionkindern in ihren Festgewändern durch die hell erleuchtete Felixallee. Vor der geschmückten Bildkapelle empfingen die Gläubigen den eucharistischen Segen. Durch den Felixwald zogen sie zurück in die Wallfahrtskirche.

Vor dem festlichen Hochamt am Sonntag nahm die Bürgerwehr mit 16 Mann Aufstellung vor dem Gotteshaus. "Zum Salut des Felixfests und zu Ehren des Heiligen angetreten", meldete Kommandant Ulrich Konz an Guardian Stanislaus. Dann feuerten die Mitglieder aus ihren Vorderladern den Ehrensalut. Hintergrund für das Spektakel war die 800-Jahr-Feier der Stadt.

Alljährlich am Festsonntag pilgert die Pfarrei St. Konrad in Weiden auf den Felixberg. Heuer waren die gut 50 Wallfahrer früh aufgestanden, um erstmals den Gottesdienst mitfeiern zu können. Festprediger Pfarrer Johannes Lukas richtete den Blick auf die beiden Kirchenpatrone: Konrad von Parzham und Felix von Cantalice. Der reiche Bauernsohn aus dem Rottal und der Hirtenjunge armer Bauern aus der Provinz Rieti folgten dem Ruf in die besondere Nachfolge Christi und kümmerten sich aufopferungsvoll um Bedürftige.

Während Konrad 41 Jahre lang Pilgern und Bettlern, die an seine Pforte im St.-Anna-Kloster Altötting klopften, demütig entgegentrat, zog Felix über 40 Jahre lang unentwegt durch die Straßen Roms, um Almosen zu erbitten. Auch im Glaubensleben ähnelten sich beide sehr, machte Dekan Lukas deutlich. Sie beteten nachts stundenlang vor dem Tabernakel.

Die Heiligen hätten durch ihren im Alltag authentisch gelebten Glauben auch heute noch etwas zu sagen, ist Lukas überzeugt. "Sie sind ein Vorbild für jeden von uns." Es bedürfe keiner außergewöhnlichen Taten, um Zeugnis für Christus abzulegen. Vielmehr seien es die kleinen Dinge des Alltags, die zählten.

"Felix und Konrad waren Männer des Gebets", fuhr der Prediger fort. Und das sei der Schlüssel. Sie hätten Gott in ihr Leben hereingelassen. Beten bedeute nicht, etwas abzuleisten nach dem Motto "Viel hilft viel", sondern mit Gott in Verbindung zu bleiben. Der Betende könne Gottes Gegenwart spüren und schließlich auch bekennen. Und das sei eine Botschaft, die bis heute zähle: Mit Gott verbunden, den Mitmenschen seine Liebe näher zu bringen.

Das Hochamt umrahmte der Felixchor unter Leitung von Inge Behr. An der Orgel spielte Christine Behr. Mit der feierlichen Maiandacht mit dem Männerverein Floß endete am Abend der kirchliche Teil des Felixfests.

Der heilige Felix und der heilige Konrad sind ein Vorbild für jeden von uns.Dekan Johannes Lukas

Das hätte schlimm enden können: Während einer kurzen Einkaufsfahrt löste sich am Opel Astra einer Neustädterin eine Radmutter. Eine Überprüfung ergab, dass drei Schrauber gelockert worden waren. Wie die Polizei mitteilte, stand der Wagen am Donnerstag, 10. Mai, 20 Uhr, bis Freitag, 11. Mai, 9 Uhr, am Friedrich-Ebert-Platz. Hinweise erbittet die Inspektion Neustadt unter Telefon 09602/94020.

 
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