Clowns und Zauberei beim Faschings-Kaffeekränzchen

Käsesahne, Schokokuchen, Torte, die Auswahl war riesig. Und alles selbst gebacken von den Angehörigen der Faschingsgesellschaft Stammtisch Botzersreuth. Dazu das komplette Garde- und Showprogramm. Das gibt es nur beim Kaffeekränzchen.

von Autor gagProfil

Bunte Clowns in der Manege, doppeltes Mariechen, doppeltes Fünkchen, coole Jungs und starke Männer – das Publikum wusste nicht, wohin es zuerst sehen sollte. Dazu standen auf den Tischen die tollsten hausgebackenen Kuchen- und Tortenkreationen. Das Kaffeekränzchen im Miedl-Saal in Ilsenbach ist schon mehr als ein Geheimtipp. Mit "Ooo eee, ooo ah ah ting tang, walla walla, bang bang" tanzten die Jüngsten von der Bambini-Garde zum "Witch Doctor" eine süße, freche Choreografie, gekleidet in gestreifte Strumpfhosen und bunte Tüllröckchen. Vorher hatte Kinderprinz Milo showreif eine tolle amerikanische Ansage imitiert. Bevor die Kindergarde hereinmarschierte, wurde sie von den coolen Jungs der Mini-Elfer-Geräte, alle mit Sonnenbrille, angekündigt.

Ohne Pause ging es weiter. So mancher Kaffee wurde dabei kalt, so viel gab es zu sehen und zu staunen. Akrobatisch und biegsam präsentierte "Das doppelte Fünkchen" Antonia und Emilia eine höchst schwierige Nummer. Schließlich übernahm das Regentenpaar das Mikrofon. Prinzessin Nadine I. aus Floß und Prinz Fabian II, mit elf aktiven Jahren schon ein Urgestein der Botzersreuther Garde, stellten sich ihrem Volk vor. Sowohl die Prinzessin als auch die Kinderprinzessin Marie strahlten in wunderschönen, straßbesetzten Kleidern, letzteres entworfen und genäht von Hofschneiderin Irmi Treml. Die "Tanz-Annalena" hüpfte, tanzte und turnte herein, schlug Rad, Handstand-Überschlag oder Spagat. Alles mit einem bezaubernden Lächeln, als ob es total mühelos wäre. Schließlich marschierten sie herein, in golden-schwarzen Kostümen. Die Prinzengarde begeisterte mit ihrer neuen Choreografie. Gesprungener Spagat, Überschläge und sonstwelche Herausforderungen durchsetzten den zackigen Gardetanz.

Eine würdevolle Ordensverleihung sollte zum nächsten Höhepunkt des Nachmittags führen, den Schautänzen. Während die mit Orden Geehrten in der Sektbar verschwanden, unterhielt Alleinunterhalter Lothar, so wie in jeder Tanzpause und wie in den vergangenen Jahren, das Publikum mit Tanz- und Unterhaltungsmusik.

Der knappen Zeit geschuldet, ein Kaffeekränzchen dauert nur drei Stunden, ging es Schlag auf Schlag weiter. Die Jugendgarde zeigte ihren Schautanz, gefolgt vom "Doppelten Mariechen" Annalena und Vroni Adam, die dieses Mal in Haremshosen ihre Akrobatik vorführten. Galant und weltmännisch führte der Kinderprinz Milo seine Prinzessin Marie zum Showtanz, probierte sich an Hebefiguren und anderen Finessen. Das Tanzpaar "Fabi und Kata" war zwar vom Namen gleich, doch der bisherige Fabian war heuer Prinz – weshalb ein Vertreter gefunden wurde, der zufällig auch Fabian heißt. "Es rappelt im Karton!" begann der Showtanz, als Fabi eine Frau in einem Schrank versteckte und nach einigem Rappeln eine andere heraus holte – eben Kata, oder Katharina. Gemäß dem diesjährigen Motto "Zirkus Royal" brachten die bunten Clowns der Prinzengarde Temperament auf die Bühne im Miedl-Saal.

Ein Zirkus-Direktor kündigte spannend das Männerballett an, einschließlich einem "stärksten Mann" in augenfälligem Six-Pack. Die Musikauswahl war, ebenso wie bei allen vorherigen Auftritten, sehr originell und lustig. "Cordula Grüüüün" sangen die Elfer-Geräte, als eine stoppelige "Dame" im grünen Gewand auftrat. Über "Space Taxi to the Sky" bis "Jailhouse Rock" gaben die Jungs Gas. Kaffeekränzchen verpasst? Am 24. Februar gibt’s das Ganze nochmal. Also, vormerken!

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