31.05.2019 - 15:29 Uhr
BrandOberpfalz

72 Stunden - "Uns schickt der Himmel"

Engagiert, aktiv und kreativ zeigten sich die Brander Minstranten bei der Sozialaktion des BDKJ und schufen sich im Pfarrheim einen neuen Raum.

Hannah Bayer (vorne rechts) hatte die Information zum Projekt von einem Gruppenleiter-Seminar mitgebracht. Aus Paletten entstanden unter Mithilfe von Eltern einfache Sitzmöbel, den Anstrich besorgten die Ministrantinnen und Minstranten selbst.
von Bertram NoldProfil

80 000 Jugendliche in Deutschland haben sich in der vergangenen Woche dem Projekt des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) – „72 Stunden – uns schickt der Himmel“ – angeschlossen und sich in der bundesweiten Sozialaktion für andere engagiert. In der Pfarrei Herz Jesu in Brand waren die Ministranten aktiv, um die eigene Lebenswelt ein wenig besser zu machen. Da war Hannah Bayer auf einem Gruppenleiter-Kurs und hatte die Information über dieses Projekt von dort mitgebracht. Bei Gemeindereferentin Gabi Sieder stieß die Idee auf fruchtbaren Boden und sie ging mit den Brander Minis ans Werk. Ein Raum im Pfarrheim ist schon länger ungenutzt. Dieser sollte in den 72 Stunden renoviert und umgestaltet und zu einem eigenen Raum der Ministranten werden. Da brauchte es eine Oberministrantin wie Eva Glowka, die sich sofort Gedanken machte über ein künftiges Aussehen, die auch die nötige Kompetenz besitzt, um die kleineren Ministranten mitzunehmen und zu begeistern und schließlich einen Großteil der Koordination zu übernehmen. Gute Vorarbeit! Voraussetzung für gutes Gelingen! Nun waren viele Kräfte gefragt. Die Kirchenverwaltung zeigte sich auch in finanzieller Hinsicht großzügig und Kirchenpfleger Klaus Brunner war selbst vor Ort, um den Raum von unnötigem Unrat zu befreien und eine Basis für die Arbeit der Ministranten zu schaffen. Wände mussten gestrichen werden und Möglichkeiten zum Aufhängen von Bildern waren zu schaffen. Möbel mussten her und zwar bezahlbare. Da stand plötzlich ein Traktor mit einer Ladung ausgewählter Paletten von der Firma Schiettinger vor der Tür. Mit Hilfe von Eltern gesäubert und geschliffen, konnten daraus wunderbare Sitzmöbel gebaut werden. Den Anstrich besorgten die Ministrantinnen und Ministranten selbst. Dass am Ende nicht nur die Paletten weiß waren, sondern auch Hose und T-Shirt und manches Mal auch die Nase, störte niemanden. Das hatte die Eltern vorausgeahnt und den Kindern nicht die besten Klamotten mitgegeben. Auch Pater Joy schaute immer wieder einmal vorbei und freute über den Einsatz seiner Ministranten. Dem Glauben durch ihr Engagement „Hand und Fuß“ zu geben, setzten die Ministranten im wahrsten Sinne des Wortes in die Tat um. Farbe auswählen, damit die Hand bestreichen und damit einen Abdruck an der Wand machen. Mit dem Namen darunter war die Mithilfe der jeweiligen Messdiener an der Wand „verewigt“. Das Projekt ist zu Ende, sicher nicht abgeschlossen. Zug um Zug werden immer wieder Details dazukommen, um dem Raum eine eigene Identität zu verleihen: „Das ist unser Raum und den haben wir gemeinsam geschaffen!“ Gemeindereferentin Gabi Sieder zeigte sich erfreut über das große Engagement der Brander Ministrantenschar und ihrer Eltern und konnte am Ende eine erfreuliche Tatsache bekanntgeben. Alle diesjährigen Erstkommunikanten der Pfarrei Brand werden sich der Schar der Brander Messdiener anschließen und sie um sieben Neue erweitern. Es gibt noch einen finanziellen Nachschlag am 10.Juni. Vor dem „Festlichen Konzert“ zum Patrozinium“ mit Bläsern und Orgel werden ab 15 Uhr auf dem Platz neben der Kirche die restlichen Pfeifen der alten Orgel zum Kauf angeboten. Der Erlös daraus fließt in die Ministrantenkasse und soll für die weitere Ausstattung des neuen Raumes verwendet werden.

Unter Anleitung von Eva Glowka wurde die Absicht des Projekts, durch Engagement für andere, dem Glauben "Hand und Fuß" zu geben, im wahrsten Sinne des Wortes in die Tat umgesetzt: Handstempel an die Wand!
Eltern halfen mit dort, wo es für die Ministrantinnen und Ministranten zu schwer wurde. Am 'Ende des Projekt war ein neuer gemütlicher Raum für die Brander Altardiener entstanden.
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