„Puh!“ hatte Bürgermeister Bernhard Schindler auf der Sitzungsvorlage neben den Personalkosten beim Kindergartenhaushalt vermerkt. Er wurde in der Gemeinderatssitzung vertreten von Zweitem Bürgermeister Christian Drehobel, hatte aber so sein Erstaunen über den Gemeindeanteil von 132 000 Euro zum Ausdruck gebracht. In diesem Betrag stecken auch „25 Jahre Wandel im Kindergartenbereich“, wie es Kindergartenleiterin Michaela Schmidt erklärte. Mit drei Leuten habe sie vor 25 Jahren in Brand begonnen, nun sei man bei neun Mitarbeiterinnen angelangt. Die Verrechnung habe sich geändert, ebenso wie die Auflagen bezüglich des Personals. Kritik zu dieser Ausgabe gab es seitens des Gemeinderats nicht, schließlich gehe es um Kinder und da sei optimale Versorgung und Betreuung oberstes Gebot.
Das Betriebskosten-Defizit ist aber immer wieder Mal Thema einer Gemeinderatssitzung. Sicher sei die Gemeinde vertraglich verpflichtet, ihren Anteil des Betriebskostendefizits zu zahlen, erklärte Wolfgang Doleschal. Man solle sich einmal damit beschäftigen und herausfinden, warum der Betrag so hoch ist - keinesfalls jedoch zu Lasten der Kinder.
Georg Zaus (Freie Wähler) merkte an, dass er dieses Problem – Verhältnis des Gemeindeanteils zu dem der Kirchenstiftung – schon seit 30 Jahren kenne. Im weiteren Verlauf des Gesprächs konnte das Problem erheblich relativiert werden. Gegenüber früheren Jahren sei die Deckelung für die Kirchenstiftung wegverhandelt worden. Bis 2010 habe diese circa 3000 Euro betragen. Seitdem werden die Kosten nach 80/20 (Gemeinde/Kirche) aufgeteilt. Weiterer Grund für den hohen Betrag seien die 17.000 Euro für den Zaun. Nehme man die heraus, stelle sich die Sache wesentlich anders dar. Einen Auftrag bekam Michael Brucker (CSU), der die Gemeinde im Kindergartenrat vertritt: Er soll sich um die Verwaltungskosten kümmern und schauen, ob eine Verringerung erreicht werden könne.
Zwischenzeitlich gebe es seitens der Caritas einen Geschäftsführer, berichtete Michaela Schmidt, der die Aufgaben der Kirchenverwaltung für kirchlich geführte Kindergärten übernimmt. 9500 Euro sind dafür im Haushalt aufgeführt. Nach einer günstigeren Möglichkeit soll gesucht werden, unter anderem sollen auch die Kosten für die Reinigung auf den Prüfstand.


















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