12.01.2020 - 13:21 Uhr
BrandOberpfalz

Fernsehaufzeichnung ein Höhepunkt für Männergesangverein

Vollzähliger Chor bei der Jahreshauptversammlung, großes Lob für hervorragenden Pobenbesuch, im Mai als Gastchor beim Abend der Chöre in Wunsiedel

von Bertram NoldProfil

Mangels eines passenden Sängerlokales weicht der Männergesangverein Max Reger bis zur Fertigstellung des Schlachthauses in Brand ins Pfarrheim nach Nagel aus. Dort fand auch die Jahreshauptversammlung statt, bei der Vorsitzender Franz Kilchert den vollzähligen Chor begrüßen konnte.

Lob vom Bürgermeister

Bürgermeister Ludwig König lobte vor allem die traditionelle vorweihnachtliche Feierstunde und stellte den Chor als leistungsfähige Singgemeinschaft dar, die im Leben in der Gemeinde wichtige Aufgaben übernimmt. Der Vorsitzende der Sängergruppe Max Reger, Siegmar Bräutigam, dankte vor allem für die Mitwirkung beim Chorkonzert in Nagel. Alle zwei Jahre solle es künftig ein Gruppenkonzert geben, kündigte er an.

Franz Kilchert dankte für engagierte Mitarbeit während des Jahres und streifte die einzelnen Veranstaltungen, musikalische wie gesellige, darunter waren eine Stiftlandfahrt und die Teilnahme an "Weiden singt". Grundlage für den Erfolg des Chores sei der herausragend gute Chorprobenbesuch, für den er herzlich dankte. 24 Aktive gehören dem Chor an, das Durchschnittsalter beträgt 72 Jahre.

Der fehlende Nachwuchs war ein Thema des Berichts von Chorleiter Bertram Nold. Angesichts der durchgehend positiven Reaktionen auf die vorweihnachtliche Feierstunde gebe es eigentlich noch keinen Grund, über ein baldiges Ende zu diskutieren. "Es klappt derzeit wunderbar und immer noch sehr gut und das wird noch ein paar Jahre so weitergehen." Vielleicht ergeben sich im neuen Sängerlokal neue Möglichkeiten. Die gute Verfassung des Chores hätten auch die Aufritte im abgelaufenen Jahr gezeigt, in denen sich der MGV ist nach wie vor flexibel und mit gutem Chorklang präsentiert habe. "Es macht große Freude."

Angesichts der Tatsache, dass sich derzeit vielerorts gute Jugendchöre entwickeln und mit Spitzenleistungen aufhorchen lassen, schöpft der Chor Hoffnung, dass sich irgendwann auch bei Max Reger wieder jüngere Sänger gibt.

Chorliteratur oft ein Problem

Kritik gab es auch an der veröffentlichten Literatur für Männerchöre. "Manche Komponisten machen es sich zur Aufgabe, jedem aktuellen Ohrwurm einen Männerchorsatz aufzudrücken. Was dabei rauskommt, ist oft einfach wertlos und kitschig", so war zu hören. Barocke Klavier- und Musikstücke, die auf Silben gesungen werden, von denen der MGV schon einige im Repertoire hat, schätzt der Chorleiter hingegen als sehr wertvoll und hilfreich ein. Nold: "Sie halten die Stimme beweglich und flexibel, fordern auch rhythmisch und dynamisch und kommen gut an."

Er sei immer darauf bedacht, zu versuchen, den Chor zu fördern und zu fordern. Darum freue er sich darauf, beim Abend der Chöre am 10. Mai in St. Veit in Wunsiedel als Gastchor mitsingen zu dürfen. "Wir werden dort gut vorbereitet antreten!" Das sei auch in Nagel der Fall gewesen. Bei solchen Anlässen sei immer die nötige Spannung vorhanden, die eine wesentlich differenziertere und deutlichere Dynamik ermögliche als in der Probe.

Eine neue Erfahrung sei die Aufzeichnung für das Fernsehen gewesen. Nold: "Mit der Sendung konnte man sehr zufrieden sein. Das Fichtelgebirgslied vor der Kulisse der Kösseine hat gut geklungen, trotz des Singens im Freien, was oft problematisch ist."

Als überaus positiv stellte Nold die Teilnahme an "Weiden singt" heraus. Optimal sei die Akustik in der Kirche gewesen, und auch der Auftritt im Pfarrheim sei sehr gelungen gewesen und von vielen gelobt worden, bilanzierte er. Die Ehrungs-Matinées seien nach wie vor eine würdige Feier, um "Danke" zu sagen. Neben Wunsiedel stünden noch das Konzert der Brander Chöre im Juli auf dem Programm und im Oktober ein volkstümlicher Abend, unter anderem mit Josef Piendl, besser bekannt als "Bäff". Als Chorleiter wünsche er sich weiterhin einen derart guten Besuch wie in den vergangenen Jahren, dann sei alles machbar, was man plane. Seinen Wunsch, öfter auswendig zu singen, werde er weiterverfolgen.

Minus in der Kasse

Wegen eines ausgefallenen Gartenfestes und einiger größerer Ausgaben hat Kassier Rudi Ernstberger ein größeres Minus für 2019 verbucht. Das war aber kein Problem, da eine solide finanzielle Basis vorhanden ist. Die Bestätigung für einwandfreie Kassenführung kam von Prüfer Bernhard Roth. Georg Zaus regte gemeinsame Unternehmungen mit dem Gemischten Chor an.

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