28.07.2019 - 14:41 Uhr
BrandOberpfalz

Feuchte Augen zum Abschied

Vielen fiel der Abschied von Gemeindereferentin Gabi Sieder aus Brand schwer. Am Ende eines festlichen Gottesdienste dankten Pater Joy und die Vertreter der Gremien beider Pfarreien. Abschieds- und Dankesworte beim Sektempfang.

Am Ende eines Abschiedsgottesdienstes dankte Pater Joy (rechts) der scheidenden Gemeindereferentin Gabi Sieder (mit Blumen) für ihr engagiertes Wirken. Geschenke überreichten die Vertreter der kirchlichen Gremien: Pfarrgemeinderatssprecherinnen Irene Riedel und Sabine König (von links) und die beiden Kirchenpfleger Werner Scharf und Klaus Brunner (Dritter und Fünfter von links).
von Bertram NoldProfil

Schon bald waren am Sonntagmorgen die Mitglieder des Pfarrgemeinderates unterwegs, um auf dem Kirchplatz Stehtische aufzuklappen und zu dekorieren. Als eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst die ersten Besucher eintrafen, zeigte sich der Platz in einem festlichen Gewand. Weiße Tischdecken und Blumen bestimmten das Bild. Ein richtiges Fest sollte er werden, der Abschied der Gemeindereferentin Gabi Sieder, auch wenn der Anlass eher traurig war. So durfte sie diese Feier als Geste des Dankes der beiden Pfarreien Brand und Nagel verstehen. Auf der Empore probte bereits die Gruppe Inshallah mit ihrer Leiterin Beate Zehrer. Festliche, moderne und frohmachende Lieder hatte sie für diesen Anlass ausgesucht, der zugleich Dankgottesdienst für die Firmung war. Begleitet von Gitarre, Keyboard, Querflöte und Schlagzeug gelang der Gruppe eine beeindruckende, musikalische Umrahmung. Da auch die Nageler Ministranten zur Verabschiedung anwesend waren, gestaltete sich vom Haupteingang zum Altar unter Orgelmusik ein imposanter Einzug, nach dem Pater Joy Munduplackal die Kirchenbesucher begrüßte, vor allem die Firmlinge und natürlich die scheidende Gemeindereferentin. Die Fürbitten gestalteten die Firmlinge. „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“, sangen Chor und Gottesdienstbesucher nach der Kommunion und leiteten damit die offizielle Verabschiedung ein. Pater Joy erinnerte an die drei Jahre, in denen Gabi Sieder für die Pfarreiengemeinschaft gearbeitet hat. Ihren Dienst und ihr Wirken habe sie weniger als Beruf, sondern vielmehr als Berufung gesehen. „Alles, was wir tun, soll von Christus aus gehen und zu Christus hinführen!" Mit viel Herz und Begeisterung habe sie ihre Aufgabe wahrgenommen, mit großem Einsatz, mit großer Verantwortung und mit viel Engagement. Mit ihrer aufgeschlossenen und positiven Persönlichkeit habe Gabi Sieder die Betreuung der Kommunionkinder, der Kinderkirche und der Familien- Gottesdienste übernommen. Die Jugendarbeit mit Firmvorbereitungen lag in ihren Händen und die Ministranten haben ihr große Freude bereitet. Gabi Sieder lebte überzeugendes Christsein in den Pfarreien. Andachten und Gottesdienste seien davon geprägt gewesen. Gabi Sieder war in der Gemeinschaft sehr beliebt und sehr geschätzt wegen ihrer Offenheit für alle Anliegen, die ihr vorgetragen wurden. Pater Joy wünschte ihr im Namen der Pfarreiengemeinschaft für ihre Zukunft in ihrem neuen Wirkungskreis alles erdenklich Gute. Die "alte Gemeinde" würde sich über einen Besuch von ihr immer freuen. „Deshalb sagen wir auch nicht "Auf Wiedersehen", sondern hoffentlich „bis demnächst" und „Vergelt´s Gott“. Als Zeichen der Dankbarkeit überreichten die beiden Pfarrgemeinderatssprecherinnen aus Brand und Nagel, Sabine König und Irene Riedel, sowie die beiden Kirchenpfleger Klaus Brunner und Werner Scharf Geschenke und Blumen. Mit „Großer Gott, wir loben dich“ endete der Gottesdienst. Mit herzlichen Worten bedankte sich Gabi Sieder bei allen Gruppen und Personen, mit denen sie gut zusammengearbeitet hat. In Anlehnung an eine Geschichte zur Firmung meinte sie, dass auch sie Samen gesät habe. Früchte seien noch nicht da, sie hoffe jedoch, dass einige Samen aufgehen. Auf dem Schriftenstand hatte sie für die Gottesdienstbesucher Segenskarten zum Mitnehmen bereitgelegt.

Draußen auf dem Kirchplatz warteten die Gottesdienstbesucher auf die scheidende Gemeindereferentin, um mit ihr noch einmal ins Gespräch zu kommen. Wer das vorhatte, musste sich etwas gedulden. Die Schlange derjenigen, die sich mit und ohne Geschenke mit einer Umarmung oder einem Handschlag bei ihr bedanken wollten, war lang. Am 1.September tritt Bettina Rögner die Nachfolge an, am 6.Oktober wird sie in Nagel in ihr Amt eingeführt.

Noch vor dem Gottesdienst überreichte Oberministrantin Eva Glowka (mit Blumen) im Namen der Ministranten Geschenke, unter anderem ein T-Shirt mit allen Namen.
Wer sich von Gabi Sieder persönlich mit einer Umarmung oder einem Händedruck verabschieden wollte, musste etwas Zeit haben; die Schlange war lang. Feuchte Augen waren dabei keineswegs selten.
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