29.09.2021 - 09:04 Uhr
BrandOberpfalz

Florian Söllner neuer Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Brand

Neuer Vorsitzender der Jagdgenossenschaft ist Florian Söllner (links). Der Vertrag mit Jagdpächter Josef Scherm (rechts) wurde ab 2022/2023 um neun Jahre verlängert. Auch Bürgermeister Bernhard Schindler (Zweiter von links) nahm an der Versammlung teil. Die Kasse führt Hans-Jürgen Schmidt, Beisitzer ist Max Frank (Dritter und Vierter von links).
von Bertram NoldProfil

Nach coronabedingter Pause trafen sich nun die Jagdgenossen Brand zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ in Ölbrunn. Vorsitzender Alexander Moller war im Februar zurückgetreten, Florian Söllner hat das Amt kommissarisch übernommen. Er trug den Bericht des Jagdvorstehers vor. Demnach habe sich der Vorstand vier Mal getroffen. Zu Wildschadensbegehungen informierte er, dass 2020 sieben nötig gewesen seien, in diesem Jahr nur eine. Der digitale Jagdkataster sei mittlerweile eingeführt, dadurch habe sich die bejagbare Fläche im Bereich der Rödelgasse etwas erhöht. Im laufenden Jahr sei nur ein Wildschaden (Wildverbiss) gemeldet worden, ein Jahr zuvor seien es sieben gewesen. "Alle konnten reguliert beziehungsweise mit einem speziellen Wiesen-Nachsaatgerät behoben werden."

Jagdpächter Josef Scherm berichtete von 10 erlegten Rehen und 4 Wildschweinen, 2 Frischlinge waren Schleppern zum Opfer gefallen. Auch 16 Füchse, 1 Hase und 3 Eichelhäher wurden 2020 erlegt. 2021 wurden 2 Rehgeißen im Straßenverkehr getötet, 1 Rehkitz wurde tot an einem Weidezaun gefunden. Kassier Hans-Jürgen Schmidt lieferte einen positiven Kassenbericht, die einstimmige Entlastung des Vorstands auf Antrag von Kassenprüfer Rudi Ernstberger folgte.

Die Neuwahl unter der Leitung von Bürgermeister Bernhard Schindler brachte folgendes Ergebnis: Neuer Vorsitzender ist Florian Söllner, sein Stellvertreter Alexander Moller. Zustimmung fand die vorzeitige Jagdpachtverlängerung um weitere neun Jahre, die Scherm beantragt hatte. Er willigte auch in die Erhöhung des Jagdpachtschillings um 300 Euro pro Jahr ein, ebenso in die Erhöhung der Pauschale für Wildschäden um 100 Euro auf nunmehr 600 Euro. Der Vertrag soll ab 2022/2023 gelten. Ein Zuschuss für die Wegesanierung an die Gemeinde soll erst in der nächsten Jagdversammlung zur Abstimmung vorgeschlagen werden. Der nicht ausbezahlte Jagdschilling wird angespart. Die Jagdgenossen wurden gebeten, den Jagdpachtschilling in der Kasse zu belassen und auch künftig die Wegesanierung zu unterstützen. Weiterhin sollen Flächenänderungen bei Hans-Jürgen Schmidt gemeldet werden. Auf die Frage, ob der Wegeunterhalt nicht Sache der Gemeinde allein wäre, verwies der Bürgermeister auf die Möglichkeit, die Kosten per Bescheid an alle Grundstückseigentümer umlegen zu können. Dies solle aber nicht das Ziel sein. Die derzeitige Lösung mit dem Zuschuss der Jagdgenossenschaft an die Gemeinde sei sehr gut. Die Gemeinde trage bei Sanierungen den größeren Kostenanteil. Noch vor dem offiziellen Teil hatte Jagdpächter Josef Scherm zum Jagdessen eingeladen.

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