06.05.2019 - 10:48 Uhr
BrandOberpfalz

Großer Bahnhof für die Landwirtschaftsministerin

Voller Saal, gute Stimmung! Eine volksnahe Ministerin erleben die Besucher einer Europa-Wahlkampfveranstaltung in Brand.

Herzliche Begrüßung im Foyer des Mehrzwecksaales. (von links): MdL Tobias Reiß, Kanidat für die EU-Wahl Christian Doleschal, Landratskandidat Roland Grillmeier und Bürgermeister Ludwig König.
von Bertram NoldProfil

Großer Bahnhof für Staatsministerin Michaela Kaniber, zuständig für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der Mehrzwecksaal war brechend voll, die Mehlmeiseler Dorfmusikanten bereit zum Einzugsmarsch, die Deko rundum auf die Europawahl ausgerichtet und natürlich überall Hinweise auf den Kandidaten. Christian Doleschal überall: auf Kugelschreibern, auf Plakaten und sonstiger Print-Werbung und auch von kleinen quadratischen Schokotäfelchen lächelte er. Seine Kandidatur hatte die Staatsministerin zum Abschluss des Tages in der nördlichen Oberpfalz und im angrenzenden Oberfranken nach Brand geführt.

Strahlend stand sie dann da mit nur wenigen Minuten Verspätung, vom Kräuterhaus in Nagel kommend, händeschüttelnd und ein freundliches Wort auf den Lippen: Bürgermeister Ludwig König (CSU) erwartete sie im Foyer, MdL Tobias Reiß, Landratskandidat Roland Grillmeier, CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Doleschal und auch Christian Doleschal selbst. In seine lockeren, launigen Begrüßung schloss stellvertretender CSU-Ostvorsitzender Christian Drehobel viele Gäste aus nah und fern in seine Worte ein: Bürgermeister, CSU-Freunde, Jugendbürgermeister und viele, der Partei nahestehende Interessenten. Die Ministerin zeigte sich überwältigt vom Rahmen des Abends und von der perfekten Organisation; und dann Eintrag ins Goldene Buch und das mit guter Begründung durch den Sprecher: „Damit wir nachweisen können, dass die eventuell künftige Ministerpräsidentin in Brand war!“ Mit dem Hinweis auf das Thema des Abends „Starke Heimat im Herzen Europas“ übergab Drehobel das Wort an den Kandidaten.

Dieser lobte zunächst Kanibers Initiative, eine „Ökomodell-Region“ ins Stiftland gebracht zu haben. Er ging auf die Osterweiterung der EU ein, über die man sich natürlich gefreut habe wegen des Wegfalls der Grenzen. Aber auch gemischte Gefühlen hätten damals die Stimmung geprägt. Man wusste nicht genau, wie sich das alles entwickelt. Heute sei die Oberpfalz „Aufsteigerregion“ im Herzen Europas und man müsse hoffen, dass es weiterhin die Förderung gibt, die sie verdient. Diese EU-Wahl sei die wichtigste, die es je gab. Dabei wies Doleschal auf die zahlreichen Probleme bezüglich Nationalismus, „linker und rechter Spinner“ und natürlich auf den Brexit hin. Eine Koalition der Willigen müsse man anstreben mit einem Mann, der „Europa denkt wie wir“. Mit Manfred Weber bestehe die Chance, einen Kommissionspräsidenten aus Bayern zu bekommen. Selbstverständlich gab es ein dickes Lob für die Arbeit von Tobias Reiß und einen Hinweis auf die Region, „wo die Welt noch in Ordnung ist“, wo es Menschen, gibt, die bereit sind, Gesicht zu zeigen: „verwurzelt, bodenständig“! Und natürlich sind auch die derzeit schwierigen Zeiten Teil seiner Rede, denn die über 70 Jahre Frieden, Freiheit und Demokratie müssen nicht so bleiben. Und auch dieses Europa sei gefährdet, weil es eben diese linken und rechten Ränder gebe, die immer mehr ausfransen.

Nach der Rede der Staatsministerin ging Landratskandidat Roland Grillmeier auf die Verdienste von Michaela Kaniber für die Region ein. Sie sei schon den ganzen Tag in der nördlichen Oberpfalz unterwegs und auch das zeige ihr Interesse an der Region.

Eintrag ins Goldene Buch mit (von links) CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Doleschal, Bürgermeister Ludwig König, Landratskandidat Roland Grillmeier, EU-Kandidat Christian Doleschal, MdL Tobias Reiß und stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Christian Drehobel
Für musikalische Unterhaltung sorgten die Mehlmeisler Dorfmusikanten.
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