16.09.2021 - 10:10 Uhr
BrandOberpfalz

"Heimatkunde 4.0": Lehrreicher Rundgang durch Brand

Beginnender Regen nach dem ersten Drittel sorgte für eine Verkürzung des Rundgangs durch Brand. Bürgermeister Bernhard Schindler gab eine Wiederholung zur Sommerlounge 2022 bekannt.

Viele Informationen zum Ort Fuhrmannsreuth hatte Georg Zaus. Dort stattete die Gruppe auch der alten Feldkapelle einen Besuch ab.
von Bertram NoldProfil

Die Gemeinde Brand als Ausrichtungsort der Sommerlounge 2022 hatte kürzlich die Gelegenheit, sich im Rahmen des Projekts "Heimatkunde 4.0" vorzustellen. Unter der Leitung von Wolfgang Doleschal hatte ein Team diesen Tag vorbereitet. An elf Standorten sollte es Details und Informationen zu den Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten geben. Leider spielte das Wetter nicht mit und machte der Aktion schon nach dem ersten Drittel einen Strich durch die Rechnung.

Im Mehrzwecksaal begrüßte Bürgermeister Bernhard Schindler die Gäste, gab auch seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Sommerlounge 2022 in Brand stattfinden wird. Für den Förderverein dankte der neue Vorsitzende Frank Bauer für die perfekte Organisation und eröffnete offiziell die Veranstaltung. In einer Computerpräsentation stellte Wolfgang Doleschal den Ort vor, nannte interessante Zahlen, unterlegte seinen Vortrag vor allem mit historischen Fotos.

Halt an Kinder-Obstwiese

Nach einer Stärkung machte sich die Gruppe auf den Weg. Informationen zum Bruckweg, die älteste Straße von Brand, hatte Bertram Nold, ebenso zur Entstehung der Fichtelberger Straße, die als Kern des Orts gilt, von dem aus er sich entwickelt hat. Am „schwebenden Schlachthaus“ informierte Bürgermeister Bernhard Schindler die Gruppe über die Projekte der Städtebauförderung. Dann ging es weiter am Baugebiet „Brunnäcker“ vorbei in die Jahnstraße Richtung Sportplatz.

Großen Gefallen fanden die Teilnehmer an der Kinder-Obstwiese, auf der für jedes neugeborene Kind ein Baum gepflanzt und mit dessen Namen versehen wird. Gerald Hoch informierte über den ökologischen Wert der Anlage und erklärte, dass die Lebenshilfe Marktredwitz diese Wiese mäht - dies geschehe sehr schonend.

Erste Tröpfchen kündigten ein Gewitter an. Ein Glück, dass die Teilnehmer gerade in der Nähe des Sportheims waren, das eine halbe Stunde Unterschlupf bot. Die Folge war eine Verkürzung, bei der viele schöne und interessante Punkte auf der Strecke blieben.

Zum Teil gut beschirmt, zum Teil in Kleinbussen erreichte die Gruppe die neue Kapelle in Fuhrmannsreuth als nächste Station. Michael Brucker informierte hier über Baugeschichte und Entwicklung. Georg Zaus hatte eine Menge Infos über die Entstehung des Orts-Namens und die drei Weiher, die es in Fuhrmannsreuth einmal gegeben hat. Einer seiner Schwerpunkte war die alte Feldkapelle, die die Säkularisierung nur überlebte, weil sie als Backofen deklariert worden war.

Einen interessanten Abstecher machte die Gruppe noch in der Porzellansammlung von Hendrik Zaus, die in einem moscheeähnlichen Gebäude untergebracht ist. Das hat Zaus vollkommen alleine geschaffen, auch das gesamte Gelände drum herum.

Quiz-Siegerin

Es war die letzte Station von "Heimatkunde 4.0", auch weil sich die Stimmung entsprechend verändert hatte und die geplanten Wege durchnässt waren. Treffpunkt war dann das „schwebende Schlachthaus“, wo es noch kurz Infos zur Kirchengeschichte und Max Reger gab. Ein Quiz mit drei Fragen wurde ausgewertet, als Gewinnerin wurde Melanie Rohleder gezogen. Die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Anja Peltzer, überreichte ihr ein Exemplar "Genussregion Fichtelgebirge" und Bürgermeister Bernhard Schindler legte ein Max-Reger-Tröpfchen dazu. Es könnte eine Wiederholung geben - und zwar zur Sommerlounge 2022.

Anfang August wurde das "schwebende Schlachthaus" offiziell eingeweiht

Brand
Info:

Das steckt hinter "Heimatkunde 4.0"

  • „Heimatkunde 4.0“ ist ein Projekt des Fördervereins Fichtelgebirge mit dem Ziel, die Region mit all ihren positiven Eigenschaften kennenzulernen. Als menschlich, wirtschaftsstark und lebenswert sollen die Teilnehmer das Fichtelgebirge erleben.
  • Um das Selbstwertgefühl der Bevölkerung zu verbessern, ist es nötig, dass die Einheimischen ihre Region und ihre Besonderheiten genau kennen. Viele Städte und Gemeinden im Fichtelgebirge sind selbst in der regionalen Bevölkerung relativ unbekannt.
  • Den Städten und Gemeinden in den vier Fichtelgebirgs-Landkreisen – Wunsiedel, Bayreuth, Hof, Tirschenreuth – wird die Möglichkeit gegeben, sich selbst und ihre Vorzüge einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
  • Bei geführten Touren von Ortskundigen erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zur Geschichte, zur Infrastruktur, zu touristischen Highlights und vielem mehr.
  • Dabei werden unter anderem die drei Fragen beantwortet: Wo kommen wir her? Wo stehen wir? Wo möchten wir hin?
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