19.06.2020 - 13:53 Uhr
BrandOberpfalz

Peter König führt weiterhin Wasserzweckverband "Oberes Fichtelnaabtal"

Peter König bleibt Vorsitzender des Zweckverbandes zur Wasserversorgung "Oberes Fichtelnaabtal". In der Sitzung zu Beginn der neuen Periode wählten die Mitglieder Franz Tauber und Bernhard Schindler zu seinen Stellvertretern.

Große Abstände dienen nur der Sicherheit und symbolisieren nicht die Art der Zusammenarbeit: Den wiedergewählten Vorsitzenden Peter König (Zweiter von links) vertreten Franz Tauber (links) und Bernhard Schindler (Zweiter von rechts). Die Wahl leiteten Margit Bayer und Geschäftsführer Thomas Nickl.
von Bertram NoldProfil

Die öffentliche Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal fand im Mehrzwecksaal in Brand statt. Die großen Abstände zwischen den Verbandsräten dienten - wie derzeit überall bei Zusammenkünften - der Sicherheit und symbolisierten keineswegs die Art und Weise der Zusammenarbeit der Mitgliedsgemeinden. Einmal mehr bekräftigte der wiedergewählte Vorsitzende, Bürgermeister Peter König aus Neusorg, dass er auch künftig auf gute Zusammenarbeit setze.

Nach der Kommunalwahl hatten sich die Gemeinderäte neu konstituiert und dabei auch neue Vertreter in den Wasserzweckverband (WZV) entsandt. In der Folge war nun die konstituierende Sitzung nötig. Die komplette Verwaltung und das gesamte technische Personal waren im Zuhörerbereich anwesend, ebenso der ehemalige Brander Bürgermeister Ludwig König und der ehemalige Geschäftsführer Helmut Graf, auf dessen langjährige Erfahrung Peter König im Verlauf des Abends gerne zurückgriff, als es um Fragen zu den Wahlen ging.

Langlebige Investitionen

König ließ seine Begrüßung in ein Resümee über die vergangenen Jahre münden. Große Investitionen seien getätigt worden, die in die Geschichte eingehen werden und keineswegs kurzlebig seien. Er nannte die Generalsanierung des Tiefbrunnens II, die einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Trinkwasserqualität bedeute. Die Neugestaltung der gesamten Aufbereitungstechnik - eigentlich ein Neubau - sei eine große Investition gewesen, die es möglich macht, das Trinkwasser nun physikalisch zu entsäuern. Die Bedeutung der Investitionen fasste König in der Feststellung "Wir sind eine Insel" zusammen, um damit auszudrücken, dass keine Verbindung zu anderen Versorgungseinrichtungen besteht. "Wenn das Wasser nicht zur Verfügung steht, wird es schwierig!"

Ohne staatliche Hilfe

Um bei Bedarf schnell eingreifen zu können, gibt es nun eine Fernwirkanlage. Arbeiten an Hochbehältern waren nötig, und leider hätten auch Rohrbrüche die vergangenen Jahre gekennzeichnet. Keine Gemeinde sei zu kurz gekommen, 1,8 Millionen Euro konnten ohne staatliche Hilfen investiert werden. Der Wasserzweckverband stehe finanziell auf einer guten Basis.

Die Änderungen beim Personal würden auch einen Generationswechsel bedeuten. In der Geschäftsführung galt es, "eine Institution Helmut Graf" zu ersetzen. Mit Geschäftsführer Thomas Prechtl sei dies gut gelungen. Mit der Ausbildung eines Azubis sorgt der Wasserzweckverband für einen reibungslosen Übergang im technischen Bereich. Nach seiner Ausbildung zur "Fachkraft für Wasserversorgungstechnik" bildet sich Tobias Nickl fort und wird in den folgenden Jahren wohl Gerhard Daubner als Wassermeister ablösen. Peter König schloss seine Worte mit der Feststellung, dass sich an seinen Argumenten nichts geändert habe. Wasserversorgung sei "Herzensarbeit". Gerne würde er seine Arbeit fortsetzen, deshalb sei er zur Kandidatur bereit.

Sein Name fiel dann auch beim Aufruf zu Vorschlägen durch die Waldershofer Bürgermeisterin Margit Bayer. Unter ihrer Leitung liefen die Wahlen ab. Der Fichtelberger Bürgermeister Sebastian Voit schlug Franz Tauber vor. Gewählt wurde König mit 12 Stimmen, Tauber erhielt 8 Stimmen. Mit einer Gegenstimme wurde der Mehlmeiseler Bürgermeister zum Stellvertreter bestimmt. 16 Stimmen machten Bernhard Schindler aus Brand zum dritten Verbandsvorsitzenden.

Hintergrund:

Die Besetzung der Ausschüsse

Vorsitzender des Werkausschusses ist Verbandsvorsitzender Peter König (Stellvertreter Franz Tauber). Fichtelberg ist durch Sebastian Voit (Werner Hackerschmidt) vertreten, Mehlmeisel durch Winfried Prokisch (Heiko Köstler), Brand durch Bernhard Schindler (Wolfgang Dolescha), Ebnath durch Wolfgang Söllner (Gerhard Horn), Neusorg durch Oliver Becher (Erni Bühl) und Waldershof durch Margit Bayer (Mario Rabenbauer).

Der Rechnungsprüfungsausschuss setzt sich zusammen aus Robert Seitz (Michaela Schmidt), der auch Vorsitzender ist, Sebastian Voit (Manfred Fischer), Wolfgang Söllner (Michael Sticht), Peter Hautmann (Heiko Köstler) Margit Bayer (Mario Rabenbauer). Stellvertretender Vorsitzender ist Wolfgang Söllner.

Bei den Wahlen ergab sich die Notwendigkeit der Überprüfung der Satzung. Dies wird bald geschehen.

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