Nachdem sich im Laufe des Jahres Veränderungen gegenüber der bisherigen Veranschlagungen ergeben haben, wurde für die Gemeinde Brand ein erster Nachtragshaushalt für 2025 erstellt. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen: Hier erfolgt eine Anhebung um 1.400.000 Euro auf 2.600.000 Euro. Dadurch erhöht sich die Gewerbesteuerumlage um 144.100 Euro auf 267.700 Euro. Zudem steigt die Umlagekraft für 2027, somit wurde bei der Kreisumlage eine Steigerung um 500.000 Euro auf 1.415.000 Euro berücksichtigt. Aufgrund der hohen Steuerkraft sind für 2027 weiterhin keine Schlüsselzuweisungen zu erwarten.
Weitere Veränderungen betreffen den zweiten Bauabschnitt der Kanalerneuerung in Neubrand (Nord und Süd). Hier ergibt sich nach dem Ausschreibungsergebnis eine Kostensteigerung um 63.000 Euro auf 181.000 Euro. Gleichzeitig ist dank einer 70-prozentigen Förderung mit zusätzlichen Zuweisungen von 44.100 Euro zu rechnen. Im Förderprogramm „Sanierungsbiet Ortskern Brand“ wurden 2025 weitere 40.000 Euro Investitionszuschuss geleistet, dafür werden noch 24.000 Euro Zuweisungen erwartet. Bei der Maßnahme „Jugendoase“ im ehemaligen Sparkassengebäude ist eine Kostensteigerung um 18.500 Euro auf 48.500 Euro zu erwarten. Für den Anbau des Feuerwehrgerätehauses Fuhrmannsreuth werden zusätzlich 18.000 Euro benötigt. Für die bautechnische Begleitung des Glasfaser-Breitbandausbaus sind 19.500 Euro vorgesehen, für den Erwerb eines Schneeräumschildes 8500 Euro.
Zur Verbesserung der Haushaltslage kommen durch den Verkauf von nicht mehr benötigten Breitbandleerrohren im Lohweg 23.800 Euro zusammen. Außerdem erhält die Gemeinde für den Grunderwerb des „Goldenen Hirschen“ eine Zuweisung von 45.900 Euro; für die Gestaltung der Freiflächen werden weitere 14.700 Euro und für den Niederschlagswasserkanal im Lohweg 15.990 Euro mehr als bisher veranschlagt.
Im Verwaltungshaushalt wurden die Ansätze überprüft und angepasst: Der Unterhalt des Rathauses steigt um 7000 Euro auf 8000 Euro, der des Mehrzwecksaalgebäudes um 5500 Euro. Für Verbesserungen am „Schwebenden Schlachthaus“ werden 7000 Euro neu veranschlagt. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beläuft sich auf 1.220.839 Euro (ursprünglich 8711 Euro). Die vorgesehene Rücklagenentnahme kann um 1.082.541 Euro auf 377.400 Euro verringert werden. Diese dient der Finanzierung des neuen Löschfahrzeugs mit 314.900 Euro Eigenanteil und der Breitbanderschließung mit 62.500 Euro eigenen Kosten.
Zum Ausgleich des Vermögenshaushalts ergibt sich eine neue Rücklagenzuführung von 130.359 Euro. Der erwartete Rücklagenstand zum Jahresende beträgt rund 2.113.000 Euro. Neue Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen; der Schuldenstand wird sich auf 168.047,34 Euro belaufen. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 146 Euro. Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt steigen auf 4.664.547 Euro, im Vermögenshaushalt auf 4.011.534 Euro.
Zu kritisieren gab es angesichts dieser positiven Entwicklung nichts, wohl aber viel zu loben: Zweiter Bürgermeister Christian Drehobel (CSU) sprach von einem „sehr, sehr guten Nachtragshaushalt“, Georg Zaus (FWG) wertete das Ergebnis als Zeichen für eine gute Entwicklung der Gemeinde. Bürgermeister Bernhard Schindler und Wolfgang Doleschal (CSU) sehen die Ursache in den erfolgreichen Brander Betrieben, zu denen ein stets guter Draht bestehe.
Neue Haushaltslage der Gemeinde Brand
- Verwaltungshaushalt: Anstieg von 3.261.858 Euro auf 4.664.547 Euro
- Vermögenshaushalt: Anstieg von 3.779.456 Euro auf 4.011.534 Euro
- Schuldenstand: 168.047,34 Euro
- Pro-Kopf-Verschuldung: 146 Euro













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