Brand (VG Neusorg)
27.06.2026 - 09:24 Uhr

Serenade im vierten Anlauf am Nageler See

Wegen großer Hitze konnte die Serenade am Nageler See nicht auf der Seebühne stattfinden. Zuhörer und Sänger suchten ein schattigeres Plätzchen.

Etwas abseits der Seebühne fanden die Sänger und Zuhörer ein schattiges Plätzchen, wo Zuhören und Mitsingen gut gelingen konnte. Bild: Josef Daubner
Etwas abseits der Seebühne fanden die Sänger und Zuhörer ein schattiges Plätzchen, wo Zuhören und Mitsingen gut gelingen konnte.

Aller guten Dinge sind drei – dieses Mal nicht! Erst im vierten Versuch gelang die Serenade auf der Seebühne in Nagel, im vorigen Jahr drei Mal witterungsbedingt abgesagt. Bei hochsommerlichen Temperaturen erlebten musikinteressierte und sangesfreudige Besucher einen Abend, der von Gemeinschaft und der Freude am Singen geprägt war.

Die Seebühne konnte jedoch nicht benutzt werden: Die große Hitze und blendende Sonne machten das Singen dort unmöglich; man suchte sich ein schattiges Plätzchen in in der Nähe. Pragmatismus war auch bezüglich Kleidung gefragt. So trat der Männerchor in legerer Sommerkleidung auf, kurze Hosen waren ausdrücklich erlaubt. Das tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die lockere Atmosphäre passte bestens zum Charakter der Veranstaltung.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Helmut Voit galt der Dank von Chorleiter Bertram Nold den Organisatoren, insbesondere Jessica Reithmeier, sowie den Gästen und Sängern. Etwa 80 Zuhörer hatten es sich auf den Bänken gemütlich gemacht, die der Bauhof aufgestellt hatte. Nold führte durch das Programm und animierte die Besucher immer wieder zum Mitsingen. So entstand ein gelungener Mix aus aufmerksamem Zuhören, Mitsummen, Mitsingen und der schlichten Freude darüber, dass gemeinsames Singen noch immer Menschen zusammenbringt.

Das Lied „Singen ist Leben“ hätte als Motto des gesamten Abends gelten können. Daneben standen bekannte Titel wie „Fang das Licht“ und „Ich möchte nie erwachsen sein“ auf dem Programm, die bei vielen Zuhörern Erinnerungen weckten. Auch Heimat- und Volkslieder durften nicht fehlen. Dank eines vorbereiteten Liedblatts konnten die Gäste bei vielen Stücken aktiv mitmachen. Für besondere Akzente sorgten mehrere Kanons. Ein Hauch von Süden zog über die Seebühne, als „Funiculì, Funiculà“ erklang. Angesichts der tropischen Temperaturen genau passend.

Nicht ganz einfach waren die akustischen Verhältnisse, da ein natürlicher Resonanzkörper fehlte. Dennoch gelang es den Sängern, die Zuhörer zu erreichen und die besondere Atmosphäre des Sommerabends einzufangen. Am Ende blieb der Eindruck einer gelungenen Serenade, die zeigte, wie lebendig Chorgesang heute noch sein kann. Die Besucher dankten mit herzlichem Applaus und nahmen viele bekannte Melodien mit nach Hause.

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